Paysafecard Sportwetten: Limits, Kosten & Anbieter


Über 650.000 Verkaufsstellen in mehr als 50 Ländern – die Paysafecard gehört zu den verbreitetsten Prepaid-Zahlungsmitteln weltweit. Für Sportwetten hat sie einen klaren Reiz: Bargeld wird zum digitalen Wettguthaben, ohne dass du dein Bankkonto oder deine Kreditkarte mit einem Buchmacher verknüpfen musst. Du gehst in die Tankstelle, kaufst eine Karte, tippst den Code ein – und das Geld landet auf deinem Wettkonto.
Was auf den ersten Blick simpel klingt, hat in der Praxis allerdings zwei grundlegend verschiedene Gesichter. Der klassische Weg über den 16-stelligen PIN-Code funktioniert anders als die Variante über ein MyPaysafecard-Konto. Und genau diese Unterscheidung entscheidet darüber, welche Einzahlungslimits gelten, ob du deine Gewinne über die Paysafecard auszahlen kannst und welche Gebühren auf dich zukommen. Wer Paysafecard Sportwetten nutzen will, sollte beide Wege kennen – denn je nach Wettanbieter und persönlicher Situation passt der eine oder der andere besser.
Wie funktioniert die Paysafecard bei Sportwetten?
Bevor du deine erste Einzahlung per Paysafecard tätigst, lohnt sich ein Blick auf die beiden Nutzungswege. Denn ob du den klassischen PIN-Code verwendest oder den Umweg über ein MyPaysafecard-Konto nimmst, wirkt sich auf Limits, Komfort und Auszahlungsmöglichkeiten aus. Beide Varianten haben ihre Berechtigung – die Wahl hängt davon ab, wie oft und in welcher Höhe du einzahlst.
Die Grundidee bleibt bei beiden Varianten gleich: Du kaufst Guthaben im Voraus und überträgst es anschließend an den Buchmacher. Der Unterschied liegt im Detail – und in den Beträgen, die du pro Transaktion bewegen kannst.
Klassischer Weg: Einzahlung per PIN-Code
Der einfachste Einstieg in Paysafecard Sportwetten läuft über den Kauf einer physischen Karte. Du gehst in eine Tankstelle, einen Supermarkt, eine Drogerie oder einen Kiosk und kaufst dort eine Paysafecard in einem festen Nennwert. Verfügbar sind Karten zu 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 100 Euro. An der Kasse bezahlst du bar oder mit Karte, und auf dem Kassenbon steht anschließend dein 16-stelliger PIN-Code. An der Karte selbst wird nichts freigerubbelt – der Code wird beim Kauf generiert und auf den Bon gedruckt.
Beim Wettanbieter gehst du dann in den Kassenbereich, wählst Paysafecard als Zahlungsmethode aus und gibst den 16-stelligen Code ein. Den Betrag, den du einzahlen möchtest, legst du selbst fest – er muss nicht dem vollen Kartenwert entsprechen. Hast du etwa eine 50-Euro-Karte und zahlst nur 30 Euro ein, bleiben die restlichen 20 Euro auf dem Code erhalten. Beim nächsten Mal kannst du denselben Code erneut verwenden und das Restguthaben einsetzen. Teilzahlungen sind also kein Problem. Nach der Eingabe steht das Guthaben sofort auf deinem Wettkonto bereit.
Über das MyPaysafecard-Konto einzahlen
Wer regelmäßig per Paysafecard einzahlt oder höhere Beträge bewegen will, stößt mit dem klassischen PIN-Code schnell an Grenzen. Hier kommt das MyPaysafecard-Konto ins Spiel. Du registrierst dich auf paysafecard.com mit deiner E-Mail-Adresse, persönlichen Daten und einer Handynummer, die per SMS verifiziert wird. Danach kannst du gekaufte PINs auf dein Konto hochladen und das Guthaben dort bündeln.
Der praktische Vorteil: Du sammelst mehrere PINs auf einem Konto und kannst so Beträge bis zu 1.000 Euro pro Transaktion beim Buchmacher einzahlen – statt der maximal 100 Euro einer Einzelkarte. Beim Wettanbieter läuft die Zahlung dann nur noch per Benutzername und Passwort, ohne dass du jedes Mal einen 16-stelligen Code abtippen musst. Außerdem hast du über das Konto einen zentralen Überblick über alle Transaktionen – wann du wo wie viel eingezahlt hast, siehst du auf einen Blick. Für Tipper, die ihre Einzahlungen im Blick behalten und am Ende des Monats genau wissen wollen, wie viel Geld in Sportwetten geflossen ist, ist das ein echter Pluspunkt. Der Nachteil: Für das MyPaysafecard-Konto musst du persönliche Daten angeben, die Anonymität des klassischen PIN-Wegs geht damit verloren.
Paysafecard online kaufen – WKV und die Servicegebühren
Nicht immer liegt eine Verkaufsstelle um die Ecke, und nicht immer hat man Lust, für eine Paysafecard vor die Tür zu gehen. Besonders an einem Samstagabend, wenn die Geschäfte längst geschlossen haben und das Bundesligaspiel in einer Stunde anpfeift, ist der Gang zum Kiosk keine Option. Für genau solche Situationen gibt es den Online-Kauf.
WKV (Wertkartenverkauf) ist der einzige offizielle Online-Wiederverkäufer von Paysafecard-PINs. Dort bezahlst du per Kreditkarte oder Online-Banking und bekommst den PIN sofort am Bildschirm angezeigt. Der Haken: WKV verlangt Servicegebühren, die je nach Kaufbetrag deutlich ins Gewicht fallen. Bei kleinen Beträgen können diese Gebühren bis zu 15 Prozent betragen – wer eine 10-Euro-Karte online kauft, zahlt also unter Umständen über einen Euro drauf.
Wer die Gebühren umgehen will, kauft seine Paysafecard kostenlos an einer der über 650.000 Offline-Verkaufsstellen. Auf paysafecard.com findest du eine Verkaufsstellen-Suche, die dir Tankstellen, Supermärkte, Drogerien, Kioske und Postfilialen in deiner Nähe anzeigt. In den meisten Städten liegt die nächste Verkaufsstelle nur wenige Gehminuten entfernt. Für den spontanen Bedarf am Abend oder am Wochenende bleibt WKV trotz Aufpreis aber die einzige Alternative – gerade für Tipper, die eine Wette nicht verpassen wollen, weil der nächste Kiosk erst am Montag öffnet.
Paysafecard Sportwetten: Gebühren und versteckte Kosten
Bei den Wettanbietern selbst fallen für Paysafecard-Einzahlungen fast nie Gebühren an. Alle vier hier vorgestellten Buchmacher – Festivalplay, BetLabel, Playzilla und Betovo – erheben keine Einzahlungsgebühren für Paysafecard. Die Kosten entstehen auf der Seite von Paysafecard selbst, und genau dort lauern ein paar Fallen, die viele Tipper übersehen.
Die größte davon ist die Bereitstellungsgebühr bei ungenutzten PINs. Ab dem siebten Monat nach dem Kauf zieht Paysafecard monatlich 3 Euro vom Restguthaben ab – und zwar so lange, bis der Code leer ist. Ein Rechenbeispiel: Du kaufst eine 50-Euro-Karte und zahlst davon 30 Euro beim Buchmacher ein. 20 Euro bleiben auf dem PIN. Die ersten sechs Monate passiert nichts. Ab dem siebten Monat werden jeden Monat 3 Euro abgezogen. Nach weiteren sieben Monaten ist dein Restguthaben von 20 Euro komplett aufgebraucht – ohne dass du einen Cent davon genutzt hast. Deshalb gilt: Paysafecard-PINs möglichst zeitnah nach dem Kauf komplett einlösen.
Beim MyPaysafecard-Konto sieht es etwas besser aus. Hier greift eine Inaktivitätsgebühr von 2 Euro pro Monat, allerdings erst ab dem 13. Monat ohne Transaktion. Wer sein Konto also mindestens einmal im Jahr nutzt, muss sich darüber keine Gedanken machen.
Zwei weitere Kostenpunkte betreffen spezielle Situationen: Wer einen Wettanbieter nutzt, der das Konto nicht in Euro führt, zahlt für die Währungsumrechnung einen Aufschlag von circa 2 bis 3 Prozent. Bei einem Buchmacher mit Euro-Kontoführung – und das betrifft die meisten Anbieter, die sich an den deutschsprachigen Markt richten – entfällt dieser Posten. Und wer Guthaben vom MyPaysafecard-Konto auf das eigene Bankkonto überweisen möchte, zahlt dafür 7,50 Euro pro Transaktion. Gewinne aus Paysafecard Sportwetten über diesen Weg zurückzuholen, kostet also immer einen festen Betrag – unabhängig davon, ob du 50 Euro oder 500 Euro auszahlst. Bei kleinen Gewinnsummen frisst diese Gebühr einen spürbaren Anteil auf.
Limits bei Paysafecard Sportwetten – was geht und was nicht
Die Paysafecard arbeitet mit einem Drei-Stufen-System bei den Limits, und dieses System entscheidet darüber, welche Beträge du pro Transaktion und pro Monat bewegen kannst.
Ohne MyPaysafecard-Konto liegt dein Transaktionslimit bei maximal 50 Euro – eine Folge des Geldwäschegesetzes, das seit 2021 für anonyme Prepaid-Zahlungen gilt. Mit einem Standard-Konto bei MyPaysafecard steigt das Limit auf 250 Euro pro Zahlung bei einem monatlichen Maximum von 250 Euro. Wer das Unlimited-Konto freischaltet (dafür ist eine vollständige Identitätsprüfung nötig), kann bis zu 1.000 Euro pro Transaktion einzahlen und hat ein Jahreslimit von 30.000 Euro.
In der Praxis überlagern sich diese Paysafecard-Limits mit den buchmacher-eigenen Einzahlungsgrenzen. Jeder Wettanbieter setzt eigene Mindest- und Maximalbeträge fest – und das niedrigere Limit von beiden gilt immer. Wenn dein Paysafecard-Konto eine Transaktion von 500 Euro erlaubt, der Buchmacher aber bei 250 Euro deckelt, kommst du nicht über 250 Euro hinaus.
Über das MyPaysafecard-Konto lassen sich bis zu 10 PINs bündeln, und das maximale Kontoguthaben beträgt 5.000 Euro. Für die meisten Freizeittipper reicht das locker aus. Die Paysafecard eignet sich damit vor allem für Tipper, die mit überschaubaren Beträgen arbeiten. Wer regelmäßig vierstellige Summen bewegt, wird die Kombination aus Kartenwert-Begrenzung und Transaktionslimits als umständlich empfinden. Drei Karten kaufen, drei PINs hochladen, drei Transaktionen ausführen – das dauert. Eine Banküberweisung oder Kreditkartenzahlung über 500 Euro ist da in wenigen Sekunden erledigt. Die Paysafecard richtet sich an Freizeitspieler, die bewusst mit einem festen Budget arbeiten wollen – und genau für diese Zielgruppe passen die Limits auch.
Sind Auszahlung per Paysafecard möglich?
Bevor wir zu den einzelnen Wettanbietern kommen, ein grundlegender Punkt, der für alle Paysafecard Sportwetten gilt: Die Paysafecard ist eine Einbahnstraße. Geld kommt rein, aber nicht raus. Das liegt an der Natur des Produkts – ein Prepaid-Gutscheincode lässt technisch keine Rückbuchung zu. Du kannst einem Kassenbon schlicht kein Geld zurückschicken.
Keiner der hier vorgestellten Wettanbieter bietet eine Paysafecard Auszahlung an. Deine Gewinne holst du stattdessen über Banküberweisung, E-Wallets wie Skrill, Neteller oder MiFinity, Kreditkarten oder Kryptowährungen ab. Wer per Paysafecard einzahlt, braucht also in jedem Fall eine zweite Zahlungsmethode für den Rückweg. Am besten klärst du das schon vor der ersten Einzahlung – damit du nach einem Gewinn nicht erst umständlich ein E-Wallet einrichten musst.
Wettanbieter mit Paysafecard als Einzahlungsmethode
Vier Paysafecard Sportwetten Anbieter, vier unterschiedliche Rahmenbedingungen. Alle vier akzeptieren Paysafecard als Einzahlungsmethode, aber bei Limits, Gebühren und dem Gesamtangebot gibt es klare Unterschiede.
Playzilla
Playzilla bietet mit 19 Zahlungsoptionen eine breite Auswahl, und die Paysafecard gehört dazu. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 Euro – spezifische Obergrenzen für die Paysafecard nennt Playzilla auf seiner Seite nicht gesondert. Gebühren fallen bei der Einzahlung keine an, und das Guthaben steht sofort bereit.
Der Buchmacher arbeitet mit einer Anjouan-Lizenz (NovaForge Ltd.). Für die Gewinnauszahlung stehen Kreditkarten, Kryptowährungen, MiFinity, eZeeWallet, Banküberweisung und Jeton zur Verfügung. Bei den Auszahlungslimits gilt im Standard-Tarif ein tägliches Maximum von 500 Euro und ein monatliches Limit von 7.000 Euro. VIP-Kunden kommen auf bis zu 1.500 Euro täglich und 20.000 Euro monatlich. Die Mindestauszahlung beträgt 20 Euro, die Bearbeitungszeit liegt bei E-Wallets und Krypto unter 24 Stunden, bei Karten und Banküberweisungen bei 3 bis 5 Werktagen.
BetLabel
BetLabel (betrieben von TechSolutions Group N.V. unter Anjouan-Lizenz, Soft2Bet-Software) sticht bei den Paysafecard-Limits deutlich heraus. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 Euro, und das Maximum pro Einzahlung beträgt 10.000 Euro – mit Abstand der höchste Wert unter den vier Anbietern. Die Gutschrift erfolgt sofort und gebührenfrei.
Für Auszahlungen greifst du auf Visa und Mastercard (maximal 2.000 Euro), Skrill und Neteller (bis zu 100.000 Euro), SEPA-Überweisung (ab 35 Euro Minimum), Rapid Transfer oder Kryptowährungen zurück. Die Bearbeitungszeiten sind mit 1 bis 36 Stunden durchaus zügig. BetLabel hat sich außerdem einen Namen mit einem großen Wettangebot gemacht – bei Top-Fußballspielen stehen bis zu 1.500 Märkte zur Auswahl, dazu kommen Spezialwetten auf Politik und Unterhaltung.
Betovo
Betovo ist ein relativ junger Buchmacher, der 2024 an den Start gegangen ist (SoftGenius N.V., Curacao-Lizenz). Die Paysafecard ist eine von 25 Zahlungsoptionen. Einzahlungen beginnen bei 10 Euro und sind bis maximal 1.000 Euro pro Transaktion möglich – gebührenfrei und mit sofortiger Gutschrift.
Betovo bietet 17 Auszahlungsmethoden, darunter E-Wallets, Kreditkarten und Kryptowährungen. Die Mindestauszahlung liegt bei 10 Euro. Bei den Auszahlungslimits gilt im Standardtarif: 600 Euro pro Tag, 3.000 Euro pro Woche und 12.000 Euro pro Monat. VIP-Kunden auf Level 5 können bis zu 2.000 Euro täglich und 40.000 Euro monatlich auszahlen. Die Bearbeitungszeit liegt bei 24 bis 72 Stunden.
Festivalplay
Festivalplay (NewEra B.V., Anjouan-Lizenz) ist 2024 gestartet und kombiniert Casino und Sportwetten auf einer Plattform. Mit 11 Zahlungsmethoden ist die Auswahl eher schmal – die Paysafecard ist aber als Einzahlungsmethode gelistet. Die allgemeine Mindesteinzahlung beträgt 10 Euro, spezifische Paysafecard-Obergrenzen nennt der Anbieter nicht. Gebühren fallen auch hier keine an.
Das wöchentliche Auszahlungslimit liegt bei 5.000 Euro im Standard, die Bearbeitungszeit beträgt 1 bis 3 Werktage. Allerdings solltest du beachten: Ab der zweiten Auszahlung im selben Monat können Gebühren von bis zu 8 Prozent anfallen. Das Sportangebot fällt insgesamt kleiner aus als bei den anderen drei Anbietern – der Schwerpunkt liegt eher im Casino-Bereich.
Paysafecard Sportwetten: Anbieter im Vergleich
Alle vier Buchmacher akzeptieren die Paysafecard als Einzahlungsmethode. Wo genau die Unterschiede liegen, zeigt die kompakte Übersicht:
Anbieter | Paysafecard Min. | Paysafecard Max. | Gebühren | Lizenz |
|---|---|---|---|---|
BetLabel | 10 € | 10.000 € | Keine | Anjouan |
Betovo | 10 € | 1.000 € | Keine | Curacao |
Playzilla | 10 € | k. A. | Keine | Anjouan |
Festivalplay | 10 € | k. A. | Keine | Anjouan |
BetLabel bietet mit 10.000 Euro pro Einzahlung den mit Abstand höchsten Maximalbetrag. Betovo setzt die Grenze bei 1.000 Euro. Playzilla und Festivalplay machen auf ihren Seiten keine spezifischen Angaben zu Paysafecard-Obergrenzen – hier gelten die allgemeinen Transaktionslimits des jeweiligen Anbieters. Wie bereits weiter oben erklärt, ist bei keinem der vier eine Auszahlung per Paysafecard möglich – Gewinne fließen über andere Zahlungswege zurück.
Auszahlung über MyPaysafecard – Bearbeitungszeiten und Limits im Detail
Die Auszahlung vom Buchmacher auf das MyPaysafecard-Konto dauert meist unter 24 Stunden. Von dort auf dein eigenes Bankkonto vergehen nochmal 1 bis 3 Werktage. Im Vergleich zu E-Wallets oder Krypto-Auszahlungen, die oft am selben Tag abgeschlossen sind, ist das deutlich langsamer. Dazu kommen die Kontogebühren: Jede Auszahlung vom MyPaysafecard-Konto auf das Bankkonto kostet 7,50 Euro – egal ob du 30 Euro oder 3.000 Euro überweist. Bei kleinen Beträgen lohnt sich das kaum.
Auch die Limits spielen eine Rolle. Mit einem Standard-Konto bei MyPaysafecard liegt das monatliche Auszahlungslimit bei 250 Euro. Für einen Gewinn von 500 Euro müsstest du also zwei Monate warten – oder dein Konto auf den Unlimited-Status upgraden. Das Unlimited-Konto erlaubt bis zu 30.000 Euro pro Jahr, setzt aber eine vollständige Identitätsprüfung voraus. Für regelmäßige Auszahlungen größerer Gewinne ist der Upgrade auf Unlimited also fast zwingend nötig.
Unterm Strich gilt: Die Paysafecard Einzahlung ist unkompliziert und schnell. Der Rückweg über MyPaysafecard dagegen kostet Geld, dauert länger und ist an enge Limits gebunden. Deshalb empfiehlt sich nach der Einzahlung über eine Paysafecard, die Auszahlung über eine Kreditkarte oder ein E-Wallet durchzuführen.
Vorteile der Paysafecard für Sportwetten
Der größte Pluspunkt der Paysafecard liegt im Prepaid-Prinzip selbst: Du kannst nur das Geld einsetzen, das du vorher am Kiosk oder im Supermarkt gekauft hast. Kein Zugriff auf dein Bankkonto, kein Kreditrahmen, keine Möglichkeit, im Eifer des Moments mehr zu verausgaben als geplant. Gerade bei Live-Wetten, wo schnelle Nachladungen verlockend sein können, wirkt diese natürliche Bremse als Schutz vor unkontrollierten Ausgaben. Die Budgetkontrolle passiert nicht durch Willenskraft, sondern durch das System selbst.
Beim Datenschutz hat die Paysafecard ebenfalls Vorteile. Zumindest auf dem klassischen PIN-Weg gibst du weder Bankdaten noch Kreditkartennummern an den Wettanbieter weiter. Selbst wenn es beim Buchmacher zu einem Datenleck kommen sollte, bleiben deine Finanzdaten geschützt – der Anbieter hat sie schlicht nie erhalten. Für Tipper, die bewusst keine Bankverbindung mit Glücksspielseiten verknüpfen wollen, ist das ein gewichtiges Argument.
Die Paysafecard ist außerdem eine der wenigen Möglichkeiten, mit Bargeld ein Online-Wettkonto aufzuladen. Wer keine Kreditkarte besitzt oder kein E-Wallet nutzen möchte, findet in der Paysafecard eine Bargeld-Brücke ins Digitale. Der Gang zum Kiosk ersetzt die Kontoverbindung.
Und ein letzter Punkt, der im Alltag zählt: Die Gutschrift erfolgt sofort. Nach Eingabe des 16-stelligen Codes oder dem Login über MyPaysafecard steht das Guthaben direkt zum Wetten bereit. Keine Wartezeit von 1 bis 3 Werktagen wie bei einer klassischen Banküberweisung. Wer eine Wette auf ein Spiel am selben Abend platzieren will, muss nicht erst hoffen, dass die Bank die Überweisung noch rechtzeitig verarbeitet. Die Paysafecard ist gekauft, der Code ist eingetippt, das Geld ist da.
Nachteile und Einschränkungen
So praktisch die Paysafecard beim Einzahlen ist – beim Auszahlen beginnen die Probleme. Die Mehrzahl der Wettanbieter bietet keine Rückzahlung auf die Paysafecard an, und der Umweg über ein MyPaysafecard-Konto plus Banküberweisung kostet sowohl Zeit als auch Geld. Mit 7,50 Euro pro Auszahlung auf das eigene Bankkonto ist dieser Weg alles andere als kostenlos.
Auch bei den Limits muss die Paysafecard Federn lassen. Der maximale Kartenwert beträgt 100 Euro, und selbst über das MyPaysafecard-Konto mit gebündelten PINs sind nur 1.000 Euro pro Transaktion möglich. Für Tipper, die regelmäßig dreistellige Beträge einzahlen, wird das schnell umständlich – mehrere Karten kaufen, PINs hochladen, Transaktionen splitten. Im Vergleich zu einer simplen Banküberweisung oder Kreditkartenzahlung bedeutet das deutlich mehr Aufwand.
Und dann sind da die Bereitstellungsgebühren, die wie eine versteckte Falle wirken. Wer einen PIN-Code kauft und ihn nicht zeitnah vollständig einlöst, verliert durch die monatlichen Abzüge ab dem siebten Monat schrittweise sein Restguthaben. Die Paysafecard sollte also möglichst direkt nach dem Kauf beim Buchmacher eingezahlt werden – Karten auf Vorrat zu horten ist eine teure Idee. Ein Restbetrag von 5 oder 10 Euro, der auf einem vergessenen PIN-Code schlummert, ist nach wenigen Monaten komplett weg. Dieser Mechanismus unterscheidet die Paysafecard deutlich von E-Wallets oder Bankkonten, bei denen ungenutztes Guthaben nicht einfach schrumpft.
Paysafecard oder E-Wallet – was passt besser zu Sportwetten?
Die zentrale Frage für viele Tipper lautet: Paysafecard oder E-Wallet? PayPal, Skrill und Neteller gehören zu den beliebtesten Alternativen, und der Praxisvergleich fällt je nach Nutzungsprofil unterschiedlich aus.
Der offensichtlichste Unterschied: E-Wallets funktionieren in beide Richtungen. Du zahlst ein und aus über dasselbe Konto. Bei der Paysafecard ist das nicht der Fall – sie bleibt primär eine Einzahlungsmethode. Wer regelmäßig Gewinne auszahlen will, braucht bei Paysafecard Sportwetten ohnehin ein zweites Zahlungsmittel. Bei einem E-Wallet erledigt sich das in einem Schritt.
Der zweite Unterschied liegt in der Kontoverknüpfung. E-Wallets sind immer mit einem Bankkonto oder einer Kreditkarte verbunden – das Geld muss von irgendwo kommen. Die Paysafecard hingegen kann beim klassischen PIN-Weg komplett ohne Bankverbindung genutzt werden. Wer seine Bankdaten bewusst von Glücksspielseiten fernhalten will, hat mit der Paysafecard die deutlich sauberere Trennung.
Für viele Tipper ergibt sich daraus eine pragmatische Kombination: Paysafecard zum Einzahlen (Budgetkontrolle, keine Bankdaten beim Buchmacher), E-Wallet zum Auszahlen (schnell und unkompliziert). Gerade bei Ausländischen Wettanbietern ist diese Mischung die gängigste Variante. Du zahlst per Paysafecard ein, wettest mit dem Guthaben, und wenn Gewinne anfallen, fließen sie über ein vorher eingerichtetes E-Wallet zurück. Die Einrichtung eines Skrill- oder Neteller-Kontos dauert nur wenige Minuten und ist kostenlos – als Backup-Lösung für Auszahlungen ist das schnell erledigt.
Wer dagegen auf eine einzelne Zahlungsmethode für alles setzen möchte, ist mit einem E-Wallet besser bedient. PayPal, Skrill oder Neteller decken Ein- und Auszahlung ab, die Limits liegen meist höher, und du brauchst dir über Bereitstellungsgebühren für ungenutzte PINs keine Gedanken zu machen. Dafür gibst du dem Buchmacher indirekt Zugriff auf ein mit deiner Bank verknüpftes Konto – ein Punkt, der für sicherheitsbewusste Tipper gegen E-Wallets spricht.


