Darts-Wetten: Wettanbieter, Wettarten & Strategien

Paul Stovak
Paul StovakAutor
Aktualisiert: 26.03.2026
Darts Wetten

Bei der Darts WM 2025/26 flogen 17 von 32 gesetzten Spielern in den ersten beiden Runden raus – neuer Rekord. Das Vorjahr hielt mit 14 Erstrundenpleiten den alten Rekord, und auch der wurde damals als historisch eingestuft. Darts produziert solche Ergebnisse nicht zufällig, sondern aus einer Kombination von Formatschwankungen, extremer Tagesformabhängigkeit und messbarem Nervendruck am Doppel. Wer Darts Wetten ernst nimmt, braucht deshalb andere Werkzeuge als bei Mannschaftssportarten: Kennzahlen, die über den reinen Namen hinausgehen, Wissen über Formatunterschiede zwischen Turnieren und ein Auge für die Muster, die sich speziell bei der Darts WM Jahr für Jahr wiederholen. Dieser Ratgeber liefert genau das!

Die drei Kennzahlen, die bei Darts Wetten zählen

Darts wird über drei messbare Werte greifbar: den Three-Dart-Average, die Checkout-Quote und die 180er-Frequenz. Jede Kennzahl beleuchtet einen anderen Aspekt der Spielerleistung, und keine reicht allein für eine brauchbare Einschätzung. Wer sie für einen Spieler kennt und in Relation setzen kann, sieht deutlich mehr als die reine Setzliste verrät. Entscheidend ist das Zusammenspiel – denn jede Kennzahl hat blinde Flecken, die erst durch die anderen sichtbar werden.

Three-Dart-Average – was der Wert verrät und wo er trügt

Der Three-Dart-Average gibt an, wie viele Punkte ein Spieler pro Aufnahme – also pro drei geworfene Darts – im Durchschnitt erzielt. Er ist der meistzitierte Wert im Darts und ein direkter Maßstab für die Scoring-Stärke. Die Schwellenwerte sind klar: Ab einem Average von 100 spielt jemand auf Weltklasse-Niveau, zwischen 95 und 100 liegt solide Tour-Qualität, und unter 90 bewegt sich ein Spieler im Bereich der Qualifikanten, die auf der Tour um ihr Überleben kämpfen.

Der blinde Fleck: Der Three-Dart-Average unterscheidet nicht zwischen starkem Scoring und schwachem Finishing. Jemand kann einen 100er-Average werfen und trotzdem Legs verlieren, weil er auf den Doppelfeldern versagt. Deshalb lohnt sich der Blick auf den First-Nine-Average – die durchschnittliche Punktzahl der ersten neun Darts eines Legs. Dieser Wert zeigt die reine Scoring-Stärke ohne den Druck des Checkouts und eignet sich besser, um die offensive Qualität eines Spielers isoliert zu bewerten. Gerade bei Darts Wetten auf Handicap-Märkte ist die Differenz zwischen Three-Dart-Average und First-Nine-Average aufschlussreich: Je größer der Abfall, desto schwächer das Finishing.

Checkout-Quote – der stabilere Indikator

Die Checkout-Quote misst den Anteil getroffener Doppel an der Gesamtzahl der Versuche. Sie zeigt, wie zuverlässig ein Spieler Legs zumachen kann – und genau das entscheidet enge Matches. Ab 40 Prozent gilt ein Spieler auf Tour-Niveau als stark am Doppel. Der Unterschied zwischen 35 und 45 Prozent klingt gering, macht über ein Best-of-13-Match aber mehrere Legs Differenz aus.

Bei großen Turnieren liegen die Spitzenwerte meist zwischen 50 und 60 Prozent, in Ausnahmefällen darüber – konkrete Zahlen zur letzten WM folgen im Aktuell-Block weiter unten. Die Checkout-Quote schwankt über eine Saison deutlich weniger als der Average und taugt deshalb als verlässlicherer Langzeit-Indikator für Darts Wetten.

180er-Frequenz – mehr als eine Showzahl

Ein 180er – dreimal Triple-20 in einer Aufnahme – ist die Maximalpunktzahl pro Wurf. Die relevante Kennzahl ist nicht die absolute Anzahl, sondern die 180er-pro-Leg-Rate: Wie oft trifft ein Spieler das Maximum im Verhältnis zur Matchlänge?

Luke Littler warf 2024 insgesamt 847 Maximums und stellte damit einen neuen Jahresrekord auf der Tour auf. Die bisherige Bestmarke lag bei 714, gehalten von Michael Smith seit 2022. In der Premier League 2025 führte Michael van Gerwen die 180er-Rate mit 0,459 pro Leg an, Littler folgte mit 0,415. Historisch hatte vor ihnen nur Gary Anderson 2011 eine Rate über 0,4 für eine komplette Saison gehalten. Das zeigt, wie stark die 180er-Frequenz in den letzten Jahren gestiegen ist.

Die 180er-Rate korreliert mit dem Three-Dart-Average, ist aber ein eigenständiger Markt bei Darts Wetten. Wichtig: Die Linie für 180er-Wetten hängt stark von der erwarteten Matchlänge ab. In einem Best-of-5-Legs-Match fallen weniger Maximums als in einem Best-of-19 – die Quote muss also immer im Kontext des Formats gelesen werden.

Was Darts Wetten von anderen Sportwetten unterscheidet

Darts ist ein Individualsport ohne jede Pufferzone. Kein Mitspieler fängt eine schlechte Phase auf, kein Trainer greift taktisch ein, keine Mannschaftsleistung gleicht individuelle Schwächen aus. Wenn ein Spieler am Oche steht, ist seine Leistungskurve direkter messbar als in fast jeder anderen Sportart – und genau das macht Darts Wetten gleichzeitig analytischer und riskanter.

Die Tagesformabhängigkeit ist extrem. Jemand mit einem Saisondurchschnitt von 98 kann an einem schlechten Abend bei 85 landen, an einem guten bei 105. Diese Schwankungsbreite ist größer als bei den meisten Individualsportarten, weil die motorische Präzision am Doppel stark von der Tagesform und mentalen Verfassung abhängt. Wer sich bei Darts Wetten nur auf Saisonstatistiken verlässt, übersieht diesen Faktor – und wundert sich dann, wenn ein Top-10-Spieler in Runde 1 rausfliegt.

Gleichzeitig gibt es bei Darts weniger externe Störvariablen als in jeder anderen Sportart. Das Oche ist überall identisch – kein Platzvorteil, kein Wetter, keine Höhenlage, keine umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen. Die Leistung ist rein leistungsbasiert, was die Analyse theoretisch vereinfacht. In der Praxis wird dieser Vorteil durch die mentale Komponente wieder aufgefressen: Die Checkout-Quote in entscheidenden Legs – wenn ein Spieler unter Druck das Doppel treffen muss – zeigt direkt, wie jemand mit Nervosität umgeht. Dieser Wert ist aus historischen Daten ablesbar und für Darts Wetten einer der stärksten Indikatoren überhaupt, weil er das zusammenfasst, was Statistiken sonst schwer greifen: mentale Stärke in den Momenten, die ein Match drehen. Wer die Checkout-Quote eines Spielers in Decider-Legs über mehrere Turniere vergleicht, bekommt ein klareres Bild als durch jeden Average. Und genau diese Datentiefe macht Darts als Wett-Sport so interessant – die Zahlen lügen hier weniger als in mannschaftsbasierten Disziplinen, weil kein Teamkollege das Ergebnis verzerrt.

Legs gegen Sets – wie das Spielformat Darts Wetten beeinflusst

Die PDC-Tour kennt zwei Spielformate, und der Unterschied verändert die Dynamik eines Matches grundlegend. Im Leg-Format spielt man direkt Best-of-X Legs gegeneinander – wer zuerst die nötige Anzahl Legs gewinnt, hat das Match. Im Set-Format besteht jeder Satz aus mehreren Legs, und wer die Mehrheit der Legs in einem Set gewinnt, holt den Satz. Erst wer genug Sets gewinnt, gewinnt das Match. Zwei Ebenen statt einer.

Für Darts Wetten hat das konkrete Konsequenzen. Längere Formate begünstigen den stärkeren Spieler, weil Tagesform-Schwankungen über mehr Legs ausgeglichen werden. Ein Außenseiter kann in einem Best-of-5-Legs-Match drei starke Legs treffen und gewinnen. Über ein Best-of-13-Sets-Match – also potenziell über 40 Legs – holt ihn die statistische Wahrheit fast immer ein. Je kürzer das Format, desto größer die Varianz und desto realistischer die Außenseiter-Chance. Für Darts Wetten auf Außenseiter sind Best-of-5-Legs-Matches deshalb der interessanteste Spielplatz.

Die Darts WM ist das einzige große PDC-Turnier, das komplett im Set-Format gespielt wird – und die Rundenzahl steigt progressiv: Runde 1 läuft als Best-of-5 Sets, das Finale als Best-of-13. Das verändert die Dynamik im Turnierverlauf komplett. Wer in Runde 1 mit einem knappen 3:2 weiterkommt, steht im Viertelfinale plötzlich vor einer Best-of-9-Distanz, die ganz andere Qualitäten verlangt. Wer das Format nicht kennt, kann die gleiche Paarung in zwei verschiedenen Turnieren komplett falsch einschätzen – weil ein Leg-Format-Match zwischen denselben Spielern eine völlig andere Ausgangslage bietet als ein Set-Match über die doppelte Distanz. Bei Darts Wetten auf die WM lohnt es sich deshalb, die Rundendistanz immer mitzudenken – und die Quoten vor allem in den frühen, kurzen Runden kritisch zu hinterfragen.

Floor-Turniere vs. TV-Events – zwei Welten für Darts Wetten

Die Saison besteht aus zwei grundverschiedenen Turniertypen, und wer die Statistiken aus dem einen auf den anderen überträgt, zieht falsche Schlüsse. Floor-Turniere – Players Championships, die Pro Tour insgesamt – finden in Hotelballsälen und Konferenzräumen statt. Wenig Publikum, kurze Formate, nüchterne Atmosphäre. Die Averages fallen hier typischerweise niedriger aus als bei TV-Events, weil der Adrenalinschub fehlt, die Formate kürzer sind und die Matchlänge weniger Spielraum für Steigerungen bietet. Rund 30 dieser Floor-Events finden pro Jahr statt – es gibt also reichlich Daten, aber sie taugen nicht als direkter Maßstab für die großen TV-Turniere.

TV-Events wie die Darts WM, Premier League oder das World Matchplay sind das Gegenteil: große Bühne, tausende Zuschauer, emotionale Stimmung, höheres Preisgeld. Viele Spieler steigern ihre Leistung unter diesen Bedingungen messbar. Der Three-Dart-Average desselben Spielers kann bei einem TV-Major drei bis fünf Punkte höher liegen als auf der Floor-Tour – ein Unterschied, der bei Darts Wetten Quoten verschiebt.

Wer Floor-Statistiken auf ein TV-Major überträgt, unterschätzt systematisch die Leistungssteigerung unter Scheinwerferlicht. Umgekehrt können Spieler, die auf der TV-Tour dominant wirken, auf der Floor-Tour enttäuschen – weil ihnen ohne Publikumsdruck der letzte Kick fehlt. Es gibt auch den umgekehrten Fall: Spieler, die ohne Crowd ruhiger am Doppel arbeiten und auf der Floor-Tour stärkere Checkout-Quoten liefern als vor 3.000 schreienden Zuschauern im Ally Pally. Für Darts Wetten heißt das: Immer prüfen, aus welchem Turniertyp die Statistiken stammen, bevor eine Quote als Schnäppchen oder als überzogen eingestuft wird. Die Trennung zwischen Floor- und TV-Daten ist bei Darts Wetten kein Detailwissen – und bei Darts WM Wetten schon gar nicht, weil dort die Leistungsunterschiede zwischen den beiden Welten am deutlichsten sichtbar werden.

Favoritensterben und Überraschungen bei Darts WM Wetten

Die Darts WM produziert regelmäßig Ergebnisse, die auf dem Papier unmöglich aussehen. Gesetzte Spieler fliegen in Runde 1, Qualifikanten schlagen Top-10-Spieler, und der Turnierfavorit gewinnt seltener als die meisten annehmen. Das folgt messbaren Mustern – wer sie kennt, schätzt Außenseiter-Chancen bei Darts WM Wetten realistischer ein und fällt nicht auf den reinen Namens-Faktor herein.

Die Seed-Upset-Rate der letzten Jahre

Bei der Darts WM 2025/26 schieden 17 von 32 gesetzten Spielern in den ersten beiden Runden aus – ein neuer WM-Rekord. Im Vorjahr waren es 14 von 32, was damals ebenfalls als Rekord galt. Der Trend geht klar nach oben. Die Leistungsdichte auf der Tour hat sich in den letzten Jahren deutlich verdichtet: Spieler auf den Rängen 40 bis 80 der Order of Merit werfen Averages, die vor zehn Jahren für die Top 16 gereicht hätten. Setzlistenplätze bieten deshalb weniger Sicherheit als früher.

Dazu kommt: In den letzten 15 Jahren gewann der Turnierfavorit – also der Spieler mit der niedrigsten Siegquote vor dem Turnier – die WM sechs Mal. Das ist weniger als die Hälfte. Wer bei Darts WM Wetten blind auf den Favoriten setzt, verliert langfristig. Die Erweiterung auf 128 Teilnehmer seit der WM 2025/26 verstärkt den Effekt zusätzlich, weil mehr Qualifikanten mit frischer Matchpraxis ins Turnier kommen und das Feld insgesamt tiefer besetzt ist. Der Favorit bei Darts WM Wetten ist statistisch gesehen eine schwächere Wahl als in fast jeder anderen Sportart mit vergleichbarer Turniergröße.

Warum die erste Runde die gefährlichste ist

Runde 1 der WM ist Best-of-5 Sets – das kürzeste Format des gesamten Turniers. Weniger Legs bedeuten weniger Raum für Formfindung, weniger Möglichkeiten, einen schwachen Start aufzuholen, und mehr Raum für Überraschungen. Die statistische Varianz ist hier am höchsten.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Der gesetzte Spieler hat oft monatelang nicht im Set-Format gespielt. Die gesamte Floor-Tour und die meisten TV-Events laufen im Leg-Format. Der Qualifikant dagegen kommt mit frischer Matchpraxis aus den WM-Vorrunden, hat sich gerade durchs Qualifikationsturnier gekämpft und steht unter weniger Erwartungsdruck. Diese Konstellation ist bei Darts Wetten auf die erste WM-Runde der entscheidende Faktor: Der Formcheck aus den letzten Floor-Turnieren und die Finishing-Stärke unter Druck wiegen schwerer als die Setzlistenposition. Wer hier nur auf den Namen schaut, übersieht die Dynamik, die das kurze Format erzeugt. Die Quote auf den Gesetzten mag niedrig aussehen, aber sie spiegelt das tatsächliche Risiko in Runde 1 selten korrekt wider – und das ist genau der Raum, in dem sich bei Darts WM Wetten regelmäßig Gelegenheiten auftun.

Darts Wetten auf die großen PDC-Turniere

Die PDC veranstaltet dutzende Turniere pro Jahr, aber nicht alle sind aus Wettsicht gleich relevant. Format, Teilnehmerfeld und Spielmodus bestimmen, wie viel Vorhersagekraft Statistiken haben und wo Überraschungen wahrscheinlicher sind. Für Darts Wetten auf PDC-Events lohnt sich ein genauer Blick auf die Unterschiede der wichtigsten Turniere.

World Championship – das längste Format

Die WM ist das einzige PDC-Major im Set-Format mit progressiv steigender Distanz: Best-of-5 Sets in Runde 1, Best-of-13 im Finale. Kein anderes Turnier arbeitet mit diesem gestaffelten System, und es hat weitreichende Konsequenzen. Die Turnierdauer erstreckt sich über mehr als zwei Wochen, was Formschwankungen über den Turnierverlauf wahrscheinlicher macht als bei kompakten Events. Wer in Runde 2 stark auftritt, kann im Viertelfinale ein ganz anderer sein. Das Rekord-Preisgeld von 2,5 Millionen Pfund verändert die Drucksituation zusätzlich – bei der WM geht es um mehr Geld als bei jedem anderen Darts-Turnier, und dieser Druck ist in den Checkout-Quoten messbar.

Premier League – die Langstrecke

Die Premier League läuft als Liga-Modus über vier Monate mit acht Spielern und anschließenden Playoffs – komplett im Leg-Format, nicht in Sets. Die Individual-Matches sind kürzer als bei der WM (Best-of-12 Legs), aber der Saisoncharakter gleicht Schwankungen über die Zeit aus. Formkurven sind bei Darts Wetten auf die Premier League deshalb besonders gut analysierbar: Wer in den ersten sechs Spieltagen konstant 100er-Averages wirft, wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Woche acht tun. Das Single-Elimination-Risiko der Gruppenphase fällt weg – Ausreißer nach unten kosten Punkte, aber nicht das Turnier. Erst in den Playoffs zählt dann wieder jedes Leg, was die Dynamik von Darts Wetten auf die Premier League in zwei Phasen teilt: Saison-Analyse für die Gruppenphase, Einzelmatch-Analyse für die Playoffs.

PDC-Major-Turniere im Formatvergleich

Turnier

Format

Teilnehmer

Distanz

Besonderheit

World Championship

Sets (progressiv)

96–128

Best-of-5 bis Best-of-13

Längster Turnierverlauf, meiste Überraschungen in Runde 1

Premier League

Legs

8

Best-of-12 Legs

Saisonlang, Formkurven analysierbar

World Matchplay

Legs

32

Best-of-19 bis Best-of-35

Längste Einzelmatches, Favoriten setzen sich häufiger durch

World Grand Prix

Legs (Double-In)

32

Best-of-5 Sets

Double-In-Regel verändert die Dynamik komplett

Grand Slam

Gruppen + K.o.

32

Legs

Gruppenphase liefert Daten für K.o.-Runde

Die Tabelle zeigt: Jedes Turnier hat eigene Rahmenbedingungen, die Darts Wetten direkt beeinflussen. Das World Matchplay mit seinen langen Distanzen (bis Best-of-35 im Finale) ist das turniertreuste Format – hier setzen sich Favoriten am häufigsten durch. Der World Grand Prix mit seiner Double-In-Regel, bei der jedes Leg mit einem Treffer auf ein Doppelfeld beginnen muss, ist das volatilste Format der Tour und ein Paradies für Außenseiter-Wetten. Beim Grand Slam liefert die Gruppenphase verlässliche Daten für die K.o.-Runde, was bei Darts Wetten auf die Spätphase des Turniers einen klaren analytischen Vorteil bietet.

Darts WM 2025/26 – Zahlen und Auffälligkeiten

Die Darts WM 2025/26 fand von Mitte Dezember 2025 bis Anfang Januar 2026 im Alexandra Palace in London statt. Erstmals traten 128 Teilnehmer an – eine Erweiterung des bisherigen 96er-Feldes, die das Turnier um zusätzliche Runden verlängerte und die Zahl der Erstrundenmatches deutlich erhöhte. Das Rekord-Preisgeld lag bei £5 Millionen, davon £1 Million für den Sieger. Luke Littler verteidigte seinen Titel mit einem 7:1 im Finale gegen Gian van Veen und warf dabei einen Average von 106 – in nur 43 Minuten Spielzeit

Statistik-Highlights des Turniers

Die Seed-Upset-Rate erreichte einen neuen Höchststand: 17 von 32 gesetzten Spielern schieden in den ersten beiden Runden aus. Unter den prominenten Erstrundenopfern waren Mike De Decker – der als Gesetzter gegen David Munyua verlor, den ersten kenianischen Teilnehmer der WM-Geschichte –, Dimitri Van den Bergh und Ritchie Edhouse. In Runde 2 folgten mit Michael Smith, Dave Chisnall, Chris Dobey und Gerwyn Price gleich vier weitere große Namen. Price verlor gegen Wesley Plaisier, Smith gegen Niels Zonneveld – beides Spieler, die vor dem Turnier kaum auf dem Radar der meisten Darts-Wetter standen.

Die Turnier-Averages der Top-Spieler lagen auf extrem hohem Niveau: Littler führte mit 103,69 über das gesamte Turnier, gefolgt von van Veen (100,47), Gary Anderson (100,34) und Luke Humphries (100,08). Vier Spieler über einem Turnierdurchschnitt von 100 – das gab es bei einer WM selten. Bei den 180ern dominierte Gary Anderson bis Ende Dezember mit 40 Stück, Littler schloss das Turnier mit insgesamt 73 als Bestwert ab. Der höchste Checkout des Turniers – 170 – wurde von gleich zehn verschiedenen Spielern getroffen, darunter Rob Cross, Brendan Dolan und Nathan Aspinall.

Auffällige Muster im Turnierverlauf

Die Averages stiegen in den späteren Runden erwartungsgemäß an. Littlers Turnierverlauf war dabei besonders auffällig: Vom komfortablen Auftaktsieg steigerte er sich kontinuierlich bis zum 106er-Average im Finale. Dieses progressive Leistungsprofil – stärker werden, je weiter das Turnier fortschreitet – ist für Darts Wetten auf die späten WM-Runden ein relevanter Indikator. Nicht jeder Spieler kann das. Gary Anderson etwa warf starke Averages in den frühen Runden und führte die Maximum-Statistik bis zum Jahreswechsel an, konnte dieses Niveau aber nicht bis ins Endspiel halten. Viele Top-Spieler zeigten ein ähnliches Muster: starke Frühform, die im Viertel- oder Halbfinale abflachte.

Die Finishing-Werte unter Druck bestätigten die Muster aus den Vorjahren. Heta führte die Checkout-Statistik mit 56,41 Prozent an, Plaisier folgte mit 55,56 Prozent und Littler mit 54,55 Prozent. Im Vergleich zur WM 2024/25 – wo Dolan mit 69 Prozent den Bestwert hielt – fielen die Spitzenwerte niedriger aus, was durch das erweiterte Teilnehmerfeld und die höhere Matchanzahl erklärbar ist. Das Gesamtniveau lag dennoch über dem Vorjahr, was auf die insgesamt gestiegene Qualität im Feld hindeutet.

Die Seed-Upset-Rate von 53 Prozent (17 von 32) im Vergleich zu 44 Prozent im Vorjahr (14 von 32) bestätigt den Trend der zunehmenden Leistungsdichte auf der Tour. Für Darts Wetten auf die WM bedeutet das: Die Setzliste verliert als Entscheidungsgrundlage weiter an Wert, aktuelle Formdaten aus den letzten Turnierwochen wiegen schwerer denn je.

Ausblick und Einordnung

Littlers Titelverteidigung zeigte, dass das progressive Set-Format der WM Spieler begünstigt, die über mehrere Wochen ihre Leistung steigern können. Seine Checkout-Quote und sein Average waren im Finale jeweils höher als in jeder früheren Runde – der klassische Favoriten-Verlauf im langen Format.

Für Darts WM Wetten auf die kommende Ausgabe lassen sich zwei Schlüsse ziehen: Erstens, die Erweiterung auf 128 Teilnehmer hat die Erstrundenrisiken für Gesetzte nochmals erhöht – dieser Faktor wird nicht verschwinden. Zweitens, Spieler mit stabiler Checkout-Quote über das gesamte Turnier sind bei Darts Wetten auf die späteren Runden die bessere Wahl als reine Scoring-Maschinen mit hohem Average aber schwankendem Finishing. Die nächste WM wird zeigen, ob sich die 53-Prozent-Upset-Rate als neuer Standard etabliert oder ob die Gesetzten sich auf das erweiterte Format eingestellt haben. Die Daten aus 2025/26 sprechen eher dafür, dass die Leistungsdichte weiter zunimmt – und damit auch die Chancen, mit gut recherchierten Darts Wetten auf Außenseiter langfristig auf der richtigen Seite zu stehen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Statistiken sind bei Darts Wetten am wichtigsten?
Die drei aussagekräftigsten Werte sind der Three-Dart-Average, die Checkout-Quote und die 180er-Frequenz. Die Checkout-Quote ist der stabilste Langzeit-Indikator – sie schwankt über eine Saison weniger als der Average. Ab 40 Prozent gilt ein Spieler auf Tour-Niveau als stark am Doppel.
Was ist der Three-Dart-Average beim Darts?
Der Three-Dart-Average gibt an, wie viele Punkte ein Spieler pro Aufnahme (drei Darts) im Schnitt erzielt. Ab 100 zählt ein Spieler zur Weltklasse, unter 90 bewegt er sich auf Qualifikanten-Niveau. Der Wert allein sagt aber nichts über die Finishing-Stärke – dafür braucht man die Checkout-Quote.
Wie oft gewinnt der Favorit die Darts WM?
In den letzten 15 Jahren gewann der Turnierfavorit die WM sechs Mal – in weniger als der Hälfte der Fälle. Bei der WM 2025/26 schieden 17 von 32 Gesetzten in den ersten beiden Runden aus, neuer Rekord. Blinde Favoritenwetten ohne Formanalyse sind bei der WM riskanter als in den meisten anderen Sportarten.
Was ist der Unterschied zwischen Legs und Sets beim Darts?
Ein Leg ist ein einzelnes Spiel von 501 auf null. Ein Set besteht aus mehreren Legs – wer die Mehrheit gewinnt, holt den Satz. Die WM nutzt als einziges großes PDC-Turnier das Set-Format, was längere Matches und stabilere Ergebnisse zugunsten der stärkeren Spieler erzeugt.
Warum unterscheiden sich Darts-Statistiken zwischen Floor- und TV-Turnieren?
TV-Events wie die WM oder Premier League haben ein großes Publikum, mehr Preisgeld und eine emotionalere Atmosphäre – das pusht die Performance vieler Spieler nach oben. Auf der Floor-Tour fallen Averages typischerweise niedriger aus. Wer Floor-Statistiken auf ein TV-Major überträgt, unterschätzt die Leistungssteigerung unter Scheinwerferlicht.