Wie funktionieren Cricket Wetten? Regeln erklärt

Wer zum ersten Mal das Wettangebot zu einer Cricket-Partie öffnet, liest dort von Runs, Overs und Wickets, und keines dieser Wörter erklärt sich beim Hinsehen. Am Ende steht trotzdem ein sehr schlichtes Ergebnis: Gewonnen hat das Team mit den meisten Runs, und genau darauf werden Cricket Wetten abgerechnet.
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Wie funktionieren Cricket Wetten? So wird eine Partie entschieden
In einer Partie schlägt immer nur ein Team, das andere steht im Feld und wirft. Das schlagende Team sammelt so lange Runs, bis sein Innings zu Ende ist, und legt damit die Zahl vor, die das zweite Team übertreffen muss. Danach tauschen beide die Rollen, und das zweite Team jagt diese Zahl. Gewonnen hat, wer nach den abgeschlossenen Innings mehr Runs erzielt hat, und dieses offizielle Ergebnis ist die einzige Grundlage, auf der abgerechnet wird.
Ein Run entsteht, wenn die beiden Batter in der Mitte die Enden tauschen und jeder von ihnen seinen Bereich am anderen Ende erreicht. Ohne zu laufen geht es über die Boundary. Ein Ball, der vom Schläger kommt und jenseits der Grenze zuerst aufkommt, bringt 6 Runs. Kommt er vorher im Feld auf oder wurde er gar nicht vom Schläger getroffen, sind es 4. Dazu kommen Penalty Runs, die einem Team zugesprochen werden.
Geworfen wird in Overs, und ein Over ist erst abgeschlossen, wenn 6 gültige Bälle zusammengekommen sind. Ungültige Würfe zählen dafür nicht mit. Beim Wicket lohnt sich der zweite Blick, denn das Wort hat zwei Bedeutungen. Gemeint ist einmal das Ziel aus 3 Stumps mit 2 Bails darauf. Zum anderen führen die Regeln das Ausscheiden eines Batters als Fall eines Wicket, und die Arten, auf die ein Batter ausscheiden kann, sind einzeln festgelegt.
Ein Innings endet, wenn kein weiterer Batter mehr antreten kann, wenn der Kapitän es schließt oder aufgibt, oder wenn die vorgesehene Overzahl beziehungsweise die vorgesehene Zeit abgelaufen ist. Welches Team überhaupt zuerst schlägt, steht schon vor dem ersten Ball fest. 30 bis 15 Minuten vor dem geplanten Beginn fällt der Toss, der Gewinner entscheidet, ob sein Team zuerst schlägt oder ins Feld geht, und zurücknehmen lässt sich diese Entscheidung nicht mehr.
Wie ein Sieg am Ende beziffert wird, hängt davon ab, welche Seite ihn holt. Gewinnt das Team, das zuletzt geschlagen hat, lautet das Ergebnis Sieg um die Zahl der Wickets, die noch nicht gefallen sind. Setzt sich dagegen die Seite durch, die zuletzt im Feld stand, lautet es Sieg um Runs. Für Cricket Wetten auf den Sieger ändert diese Schreibweise nichts, sie zeigt dir nur, auf welchem Weg das Ergebnis zustande kam.
Test, ODI und T20: wie lange Cricket Wetten laufen und welche es gibt
Ein Test gibt jedem Team zwei Innings und zieht sich über mehrere Tage. In der ODI-Form, der T20-Form und der 100-Ball-Form schlägt jedes Team genau einmal, und die Partie ist an einem einzigen Tag entschieden.
Format | Spieldauer | Innings je Team | Umfang |
|---|---|---|---|
Test | 5 Tage | 2 | je Spieltag mindestens 90 Overs, am letzten Tag mindestens 75 |
ODI | 1 Tag | 1 | höchstens 50 Overs |
T20 | 1 Tag | 1 | höchstens 20 Overs |
100-Ball-Form | zweieinhalb Stunden | 1 | 100 Bälle, ein Over zu 5 Bällen |
Damit steht auch fest, wie lange dein Einsatz gebunden ist. Eine Wette auf den Sieger einer T20-Partie ist noch am selben Tag abgerechnet, dieselbe Wette in einem Test bleibt bis zum letzten Spieltag offen.
Manche Cricket Wetten gibt es nur in bestimmten Formaten. In den Mehrtagesformen kannst du darauf setzen, dass ein Team das Follow-on verhindert. Das Follow-on ist die Möglichkeit der Seite, die zuerst geschlagen hat, das andere Team unmittelbar noch einmal schlagen zu lassen, statt selbst wieder anzutreten. Im Test braucht es dafür mindestens 200 Runs Vorsprung, und je kürzer die Partie angesetzt ist, desto niedriger liegt die Schwelle: 150 Runs bei 3 oder 4 Tagen, 100 Runs bei 2 Tagen und 75 Runs, wenn beide Teams zweimal schlagen und dafür nur ein einziger Tag vorgesehen ist. Umgekehrt bringt die 100-Ball-Form zwei Wetten mit, die es sonst nirgends gibt, nämlich auf die nächsten 5 Bälle und auf die ersten 25 Bälle.
Dieselbe Wette kann außerdem je nach Format etwas anderes bedeuten. Setzt du auf die Gesamtzahl der Runs eines Teams, zählt in einem Test nur dessen erstes Innings, obwohl das Team zweimal schlägt. Eine Wette auf die Runs eines einzelnen Batters wiederum wird nur gewertet, wenn genug gespielt wurde. In der T20-Form müssen beide Teams ihre vollen 20 Overs bekommen, in der ODI-Form mindestens 40 Overs und in der 100-Ball-Form die vollen 100 Bälle.
Wer gewinnt die Siegwette bei Draw, Tie und Super Over?
Ein Tie und ein Draw sind zwei verschiedene Ausgänge, und für Cricket Wetten werden sie verschieden gewertet. Ein Tie liegt vor, wenn alle Innings abgeschlossen sind und beide Teams am Ende exakt gleich viele Runs haben. Ein Draw ist dagegen die Partie, die auf keinem der geregelten Wege entschieden wurde, und den gibt es nur im Test und in den übrigen Mehrtagesformen.
In der 5-Tage-Form führt die Wette auf den Sieger deshalb eine eigene Auswahl auf den Draw. Endet dieselbe Partie als Tie, gewinnt diese Auswahl nicht: Die Wetten auf den Draw verlieren, und zwischen den beiden Teams wird nach der Regel für tote Rennen abgerechnet. Diese Regel teilt deinen Einsatz durch die Zahl der gleichstehenden Teilnehmer und rechnet den geteilten Einsatz zur ursprünglich angebotenen Quote ab. Stehen zwei Teams gleich, läuft also die Hälfte deines Einsatzes zur vollen Quote, die andere Hälfte ist verloren.
In den Formaten über 2 bis 4 Tage sieht die Abrechnung anders aus. Wurde dort keine Quote auf den Draw angeboten, werden die Wetten bei Gleichstand ungültig, und ungültig heißt immer, dass du deinen Einsatz zurückbekommst.
In der T20-Form und in der ODI-Form gibt es den Draw nicht. Wurde dort keine Quote auf den Tie angeboten, wird auf das offizielle Ergebnis abgerechnet, sobald die Wettbewerbsregeln einen Sieger oder ein weiterkommendes Team bestimmen. Bestimmen sie keinen, greift wieder die Regel für tote Rennen. Zu den Wettbewerbsregeln gehört das Super Over, das nur nach einem Tie in Frage kommt. Entscheidet es die Partie, zählt sein Ausgang für die Wette auf den Sieger. Für alle übrigen Wetten zählen die dort erzielten Runs, Wickets, Catches und Run Outs nicht mit, für sie zählt allein, was bis zum Ende der regulären Partie zusammengekommen ist.
Wie Cricket Wetten bei Regen und verkürztem Spiel gewertet werden
Unterbricht Regen eine Partie, kann die Overzahl gesenkt werden, und das zweite Team bekommt dann ein neu berechnetes Ziel. Vorgeschrieben ist dafür die DLS-Methode. Das korrigierte Ziel ist immer eine ganze Zahl. Erreicht das jagende Team genau einen Run weniger, ist die Partie kein knapper Sieg für die andere Seite, sondern ein Tie.
Wird das zweite Innings abgebrochen und nicht mehr fortgesetzt, entscheidet der Punktestand im Moment der Unterbrechung, verglichen mit dem Par Score, also mit dem Wert, der zu diesem Zeitpunkt einem Gleichstand entspricht. Liegt das jagende Team genau darauf, endet die Partie als Tie. Liegt es darüber, hat es gewonnen, liegt es darunter, verloren, jeweils um die Differenz in Runs.
Damit überhaupt ein Ergebnis zustande kommt, braucht das zweite Team eine Mindestzahl an Overs. In der ODI-Form sind das 20 Overs, in der T20-Form 5 Overs. Standen ihm weniger zur Verfügung, lautet der Ausgang kein Ergebnis. Diese Schwelle betrifft die Partie selbst, nicht die Wertung einzelner Wetten.
Ohne offizielles Ergebnis werden Cricket Wetten ungültig. Bei einem Wetterabbruch richtet sich die Entscheidung nach den offiziellen Wettbewerbsregeln. Fällt sie dort per Bowl Out oder per Münzwurf, bleiben die Wetten trotzdem ungültig, auch wenn die Partie damit einen Sieger hat.
Welche Cricket Wetten gibt es neben dem Sieger?
Neben dem Sieger laufen die Wetten auf das, was die Partie selbst hervorbringt, also auf Runs und Wickets, auf ein einzelnes Innings und auf die Leistung einzelner Spieler. Jede dieser Wetten hat ihre eigene Bedingung, unter der sie überhaupt gewertet wird. Auf die Methode des ersten Wicket wählst du zwischen Caught, Bowled, Leg Before Wicket, Run Out, Stumped und Sonstige. Fällt in der Partie überhaupt kein Wicket, werden alle diese Wetten ungültig. Für die Runs im ersten Over gilt eine andere Bedingung, denn dort muss das Over vollendet werden, sonst wird nicht gewertet.
Ein einzelnes Innings ist ebenfalls ein eigener Wettgegenstand. Die Wette auf die Punktzahl des ersten Innings wird auf die Runs abgerechnet, die dort erzielt werden, und dabei spielt es keine Rolle, welches Team zuerst schlägt. Erklärt ein Kapitän das Innings für beendet, gilt es als abgeschlossen, auch wenn die vorgesehenen Overs noch nicht aufgebraucht sind. Die Opening Partnership ist die Zahl der Runs, die ein Team bis zum Fall seines ersten Wicket sammelt, und nach genau diesem Stand richtet sich die Wette auf die höchste Opening Partnership.
Für Cricket Wetten auf die Leistung eines einzelnen Spielers gibt es ein festes Punkteschema. Jeder Run bringt 1 Punkt, jedes Wicket 20, jeder Catch 10 und jedes Stumping 25. Ein Bowler mit zwei Wickets steht damit bei 40 Punkten, für die ein Batter 40 Runs erzielen müsste.
Wie ein Batter ausscheidet und welche Art gewertet wird
Zwei der Auswahlen beziehen sich auf das Wicket als Ziel. Bowled bedeutet, dass der Ball des Bowlers dieses Wicket trifft. Leg Before Wicket wird nur gegeben, wenn alle 5 Bedingungen zusammen zutreffen, darunter die Bedingung, dass der Ball den Batter am Körper und nicht am Schläger trifft und ohne diese Berührung das Wicket getroffen hätte.
Für Caught muss der Ball dagegen vom Schläger des Batters kommen, und ein Feldspieler muss ihn regelgerecht fangen, bevor er den Boden berührt.
Die beiden übrigen Auswahlen haben nichts damit zu tun, wohin der Ball fliegt, sondern damit, wo der Batter gerade steht. Ein Run Out liegt vor, wenn er sich außerhalb seines Bereichs befindet und ein Feldspieler das Wicket niederwirft. Stumped verlangt zusätzlich, dass er keinen Run versucht und dass der Wicketkeeper das Wicket ohne Zutun eines anderen Feldspielers niederwirft.
Treffen mehrere Arten gleichzeitig zu, entscheidet eine feste Rangfolge. Bowled geht jeder anderen Art vor, und Stumped geht dem Run Out vor. Steht ein Batter also außerhalb seines Bereichs, ohne einen Run zu versuchen, und wirft der Wicketkeeper das Wicket nieder, wird Stumped gewertet und nicht Run Out.
Wann eine Spielerwette gültig bleibt und was bei Gleichstand zählt
Eine Wette auf einen einzelnen Spieler steht und fällt mit der Aufstellung. Ist dein Spieler weder in der Startelf noch als vorgesehener Ersatzspieler nominiert, wird die Wette ungültig.
Erreichen am Ende zwei Spieler denselben Wert, kommen drei verschiedene Wege infrage, und welcher davon gilt, ist je Wette festgelegt. Der erste ist die Abrechnung nach der Regel für tote Rennen, die deinen Einsatz teilt. Der zweite kommt bei Wetten auf Bowler vor, dort entscheidet zuerst, wer weniger Runs gegen sich zugelassen hat. Beim dritten Weg wird der Gleichstand ausdrücklich für ungültig erklärt.
Live-Wetten bei Cricket auf Ball, Over und das nächste Wicket
Im laufenden Spiel unterscheiden sich Cricket Wetten vor allem darin, wie groß der Abschnitt ist, auf den sie abgerechnet werden. Am kleinsten ist der einzelne Ball, für den nur zählt, wie viele Runs er einbringt. Eine Stufe darüber steht ein angegebenes Over mit den Runs, die darin fallen, und dem Punktestand an seinem Ende. Werden mehrere Overs zu einer Gruppe zusammengefasst, kommen zu den Runs die gefallenen Wickets dazu. Auf ein angegebenes Innings laufen dessen Runs und Wickets, seine Fours und Sixes sowie der Spieler mit den meisten Runs und der beste Bowler. Quer dazu steht die Wette auf das nächste Wicket, für die der Punktestand, die Zahl der Bälle bis dahin und die Methode des Ausscheidens gewertet werden.
Wie viele Runs das jagende Team je Over noch braucht, rechnest du selbst aus, indem du die verbleibenden Runs durch die verbleibenden Overs teilst. Angenommen, dem Team fehlen 60 Runs und es hat noch 5 Overs vor sich, dann sind das 12 Runs je Over. Dieselben 60 Runs bei 10 verbleibenden Overs verlangen nur 6 je Over. Der Wert gilt für den Moment, in dem du ihn ausrechnest, und sagt nichts darüber, wie es weitergeht. Rechnen lässt er sich nur in den Formaten, die jedem Team eine feste Overzahl zuteilen.
Gewertet wird eine solche Wette nur, wenn der Abschnitt, auf den sie läuft, auch wirklich stattfindet. Ein angegebenes Over muss vollendet werden, es sei denn, die Abrechnung steht ohnehin schon fest. Beginnt das Over gar nicht, werden die Wetten darauf ungültig. Fällt gar kein weiteres Wicket mehr, weil das schlagende Team vorher das Ende seiner Overs oder sein Ziel erreicht, zählt für diese Wette der erreichte Gesamtstand. Eine Wette auf einen einzelnen Batter gilt außerdem nur, wenn dieser beim Wurf an der Wurflinie steht.
Wird nach der Abgabe deiner Wette überhaupt nicht mehr gespielt, wird sie ungültig. Dasselbe gilt, wenn sich der Ausgang nicht belegen lässt, etwa weil die Übertragung ausfällt, solange die Abrechnung nicht schon feststand.
Häufige Fragen
Welche Cricket Wetten sind für Einsteiger am einfachsten?▾
Warum ist T20 bei Cricket Wetten anders als Test Cricket?▾
Welche Rolle spielt der Toss bei Cricket Wetten?▾
Was bedeutet ein Over bei Cricket Wetten?▾

Ich beschäftige mich seit über zehn Jahren mit Sportwetten und Online‑Casinos. In dieser Zeit habe ich hunderte Anbieter selbst getestet und dadurch ein feines Gespür dafür entwickelt, wer seriös arbeitet und wer nicht. Auf Wettbuero.com findest du nur Wettanbieter und Casinos, die ich persönlich unter die Lupe genommen habe – von der Angebotsbreite über die Quoten bis hin zu Zahlungsabläufen. Meine Erfahrung hilft mir dabei, Stärken und Schwächen klar zu benennen und dir Tipps an die Hand zu geben, mit denen du Spaß am Wetten hast, ohne deine Verantwortung aus den Augen zu verlieren.
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