Radsport Wetten auf Tour de France und Giro de Italia

Paul StovakPaul StovakAutor bei Wettbuero.com
Veröffentlicht: 23.09.2026
Radsport Wetten

Radsport Wetten auf Tour de France und Giro de Italia laufen über drei Wochen, und in beiden Rennen wechselte 2026 die Führung mehrmals, bevor der spätere Sieger vorn blieb. Pogačar gewann die Tour, lag nach der vierten Etappe aber 7:53 Minuten hinter einem Ausreißer. Vingegaard gewann den Giro und zog das Rosa Trikot erst auf der 14. Etappe an. Bei einer Wette auf den Gesamtsieg, auf ein Trikot oder auf das Duell zweier Fahrer zählt deshalb auch, an welchem Tag du sie abgibst.

Radsport Wetten bei Rundfahrten: Gesamtsieg, Etappe, Trikot und Duell

Bei Radsport Wetten auf eine große Rundfahrt wird jede Wette an einem anderen Punkt der drei Wochen entschieden. Der Gesamtsieg ist eine Langzeitwette über 21 Etappen, und sie gewinnst du nur, wenn dein Fahrer nach der letzten Etappe die kürzeste Gesamtzeit hat. Wer zwischendurch führt, zählt für diese Wette nicht. Bei der Tour de France 2026 trugen Vingegaard, Pogačar, Træen und wieder Pogačar das Gelbe Trikot, und das alles in der ersten Woche. Beim Giro de Italia fuhr Eulálio neun Etappen lang in Rosa, bevor Vingegaard es übernahm.

Die Wette auf den Sieger einer Etappe ist eine Siegwette auf einen einzigen Tag, und wer dafür überhaupt in Frage kommt, legt das Profil fest. Auf flachen Etappen sind es die Sprinter, an Bergankünften die Stärksten der Gesamtwertung und die Kletterer, im Zeitfahren die Spezialisten. Auf hügeligen Etappen kommen Fahrer in Frage, die aus einer Fluchtgruppe oder aus einer kleinen Gruppe heraus gewinnen, die sich am Ende vom Feld gelöst hat.

Bei den Trikots zählen Punkte, beim Weißen Trikot die Gesamtzeit der jungen Fahrer. Die Punkte liegen auf wenigen Etappen, und wer weiß, auf welchen, sieht früh, ob ein Rückstand noch aufzuholen ist. Beim Duell zweier Fahrer, der Head-to-Head-Wette, gewinnst du, wenn dein Fahrer am Ende vor dem anderen liegt; wie weit beide hinter dem Sieger landen, ist egal.

In der Gesamtwertung ändert sich die Lage an wenigen Arten von Tagen: an Bergankünften, im Zeitfahren, an Tagen, an denen eine Fluchtgruppe mit viel Vorsprung ankommt, und wenn ein Fahrer stürzt. Bergankünfte und Zeitfahren stehen vorher fest, Stürze und durchkommende Fluchtgruppen nicht. Setzt du nach einem solchen Tag, weißt du mehr als vorher. Setzt du davor, ist sein Ausgang Teil deiner Wette.

Tour de France 2026: Termin, Strecke und Starterfeld

Die Tour de France 2026 lief vom 4. bis 26. Juli, am Start standen 184 Fahrer aus 23 Teams. Los ging es in Barcelona mit einem Mannschaftszeitfahren über 19,6 Kilometer. Sieben Etappen endeten am Berg, die 3., 6., 14., 15., 18., 19. und 20., und das einzige Einzelzeitfahren stand auf der 16. Etappe, 26,1 Kilometer von Évian-les-Bains nach Thonon-les-Bains. Sieben Bergankünfte gegen gut 26 Kilometer Zeitfahren: Diese Strecke kam den Kletterern entgegen und weniger den Fahrern, die ihre Zeit gegen die Uhr gutmachen.

Wer für den Gesamtsieg in Frage kam, zeigte die Form davor. Tadej Pogačar hatte in dieser Saison die Tour de Romandie und die Tour de Suisse gewonnen, Isaac del Toro drei Wochen vor dem Start die Tour Auvergne-Rhône-Alpes, und Jonas Vingegaard kam als Sieger des Giro vom Mai.

Gesamtsieg bei der Tour: an welchen Tagen Gelb den Träger wechselte

Das erste Gelbe Trikot bekam Vingegaard, weil sein Team Visma-Lease a Bike das Mannschaftszeitfahren gewann; Ganna lag acht Sekunden zurück, Pogačar zwölf. Nach der dritten Etappe, der ersten Bergankunft, führte Pogačar. Am Tag darauf kam eine große Fluchtgruppe durch, und der Norweger Torstein Træen fuhr aus ihr ins Gelbe Trikot, 7:53 Minuten vor Pogačar.

Fast acht Minuten sehen in der Gesamtwertung nach einer klaren Sache aus. Træens Vorsprung stammte aber aus einer Flucht, und zwei Tage später stand die nächste Bergankunft an, in Gavarnie-Gèdre. Danach lag Pogačar wieder vorn, 2:42 Minuten vor Vingegaard, und Gelb gab er bis Paris nicht mehr her: 17 Tage fuhr er darin. Wer nach der vierten Etappe auf Pogačar setzte, setzte auf einen Fahrer, der fast acht Minuten zurücklag, die erste Bergankunft aber schon als Führender beendet hatte. Die eigentliche Frage an diesem Abend war, wie Træen durch die nächste Bergankunft kommen würde.

Hinter Pogačar geriet die Wertung auf der 15. Etappe in Bewegung. Nach der 14. Etappe war Vingegaard Zweiter mit 4:30 Minuten Rückstand, auf der 15. stürzte er 24 Kilometer vor dem Ziel, kam mit dem Arm in der Schlinge in den Krankenwagen und stieg aus. Evenepoel rückte auf Platz zwei, 5:00 Minuten hinter Pogačar. Im Einzelzeitfahren am nächsten Renntag war er 28 Sekunden schneller als Pogačar und lag danach 4:32 Minuten zurück, in Paris waren es 6:26. Der Schnellste des Zeitfahrens holte also eine knappe halbe Minute, und an der Spitze der Gesamtwertung änderte das nichts.

Wie viel Zeit eine gute Platzierung auf einer Etappe zusätzlich wert ist, legt eine Regel fest: Die ersten drei jeder Etappe außer den beiden Zeitfahren bekamen 10, 6 und 4 Sekunden gutgeschrieben. Pogačar sammelte so 62 Sekunden, mehr als doppelt so viel, wie Evenepoel ihm im Zeitfahren abnahm.

Abstände entstehen aber auch dort, wo die Strecke keine Entscheidung erwarten lässt. Auf der flachen ersten Etappe der Tour 2025 riss das Feld im Seitenwind, 15 Kilometer vor dem Ziel noch einmal, Evenepoel und Roglič verloren Zeit, und Philipsen gewann den Sprint. Setzt du vor dem Start auf den Gesamtsieg, trägst du solche Tage mit.

Etappensiege bei der Tour: wer auf welchem Profil gewann

Etappe

Strecke und Finale

Sieger

1

Mannschaftszeitfahren in Barcelona, 19,6 km

Visma-Lease a Bike

2

600 m langer Schlussanstieg in Barcelona

del Toro

4

hügelig nach Foix, Antritt 300 m vor dem Ziel aus der zehnköpfigen Spitzengruppe

Pedersen

5

Sprint einer Gruppe von 19 Fahrern

Kooij

7, 8, 12

Sprint des großen Feldes

Merlier

9

hügelig nach Ussel, Sprint einer kleinen Gruppe

van der Poel

11

Sprint des großen Feldes

Wærenskjold

15

Bergankunft auf dem Plateau de Solaison

Evenepoel

16

Einzelzeitfahren, 26,1 km

Evenepoel

17

Sprint einer kleinen Gruppe in Voiron

Philipsen

18

Bergankunft in Orcières-Merlette, allein ab 3,4 km vor dem Ziel

Carapaz

19

Bergankunft in Alpe d'Huez, Ausreißer am Schlussanstieg eingeholt

Pogačar

20

Bergankunft in Alpe d'Huez, allein über die letzten 5,8 km

Carapaz

21

Paris, drei Runden über den Anstieg zum Montmartre, allein über die letzten 600 m

van der Poel

Für Sprinter gab es 2026 wenige Gelegenheiten. Nur fünf Etappen endeten im Sprint einer größeren Gruppe, und drei Fahrer teilten sie unter sich auf: Tim Merlier gewann drei, Olav Kooij und Søren Wærenskjold je eine. Die Tour 2025 war anders angelegt, mit sieben Etappen für Sprinter, fünf Bergankünften und einem Bergzeitfahren. 2026 waren es sieben Bergankünfte, und wer auf einen Sprinter setzen wollte, hatte nur wenige Tage mit echter Aussicht.

An den Bergankünften hattest du den Gesamtführenden selbst als Kandidaten für den Etappensieg. Pogačar gewann insgesamt fünf Etappen, und auf der 19. nach Alpe d'Huez ging er mit 3:30 Minuten Rückstand auf die Ausreißer in den Schlussanstieg, holte sie ein und gewann. Alle Bergankünfte gewann er aber nicht: Evenepoel siegte auf dem Plateau de Solaison vor ihm und del Toro, und Richard Carapaz holte zwei Bergankünfte, jeweils allein nach einem Angriff kurz vor dem Ziel. Evenepoel gewann am nächsten Renntag auch das Zeitfahren, in 32:19 Minuten.

Setzt du auf einen Etappensieg Pogačars, gehört sein Team mit in die Rechnung. Auf der zweiten Etappe fuhr del Toro am 600 Meter langen Schlussanstieg in Barcelona vorn, und Pogačar ließ seinen Teamkollegen gewinnen, statt vorbeizufahren. Fahren zwei aus demselben Team vorn, gewinnt nicht zwingend der Stärkere.

Mehrere Etappen machten kleine Gruppen unter sich aus. Auf den hügeligen Etappen nach Foix und nach Ussel gewannen weder reine Sprinter noch Kletterer: Auf der vierten setzte sich Mads Pedersen 300 Meter vor dem Ziel aus der zehnköpfigen Spitzengruppe ab, die neunte gewann Mathieu van der Poel im Sprint einer kleinen Gruppe. Jasper Philipsen holte die 17. Etappe in Voiron auf dieselbe Art. Auch die Schlussetappe war kein Tag für einen reinen Massensprint. Sie endete mit drei Runden über den Anstieg zum Montmartre, und van der Poel fuhr die letzten 600 Meter allein und kam knapp vor den Sprintern Philipsen und Pedersen ins Ziel. Um die Gesamtwertung ging es dabei nicht mehr, denn die Zeiten dafür wurden genommen, bevor diese Runden begannen.

Trikots und Duelle bei der Tour

Das Grüne Trikot gewann Pedersen mit 559 Punkten vor Philipsen mit 475, und einen Massensprint brauchte er dafür nicht. Seine Punkte kamen aus dem Sieg auf der vierten Etappe und aus Fluchtgruppen, in denen er auch auf schweren Etappen immer wieder mitfuhr. Merlier, der drei der fünf Massensprints gewann, landete in dieser Wertung nicht unter den ersten zwei. Wie viele Punkte es im Ziel gab, hing von einem Koeffizienten zwischen 1 und 7 ab, den jede Etappe nach Art und Schwierigkeit bekam.

Lange sah Grün nach einem engen Rennen aus. Nach der elften Etappe führte Pedersen mit 317 Punkten vor Girmay mit 272. Philipsen lag vor der 17. Etappe 31 Punkte zurück, gewann in Voiron, kam auf 445 Punkte und war damit nur noch sieben hinter Pedersen. Drei Etappen später war es vorbei: Nach der 20. Etappe hatte Pedersen 82 Punkte Vorsprung, und auf der Schlussetappe waren höchstens 75 zu holen. Eine Wette auf Grün stand damit schon vor Paris fest.

Das Bergtrikot blieb bis in die Alpen offen. Nach der 18. Etappe hatte Pogačar 70 Punkte, Paret-Peintre einen weniger. Auf der 20. Etappe kam Carapaz an Croix de Fer, Télégraphe und Galibier jeweils als Erster über die Kuppe, sammelte an diesem Tag 65 Punkte und gewann am Ende das Bergtrikot. An einem Pass der höchsten Kategorie bekam der Erste 20 Punkte. Deshalb konnte ein einziger Tag in den Alpen fast so viel einbringen, wie der Führende in 18 Etappen gesammelt hatte: 65 Punkte für Carapaz gegen 70 für Pogačar.

Das Weiße Trikot stand nur Fahrern offen, die nach dem 1. Januar 2001 geboren sind. Vor der 15. Etappe trug es Seixas, auf dem Plateau de Solaison wurde er Vierter und verlor es an del Toro, der die Wertung bis Paris behielt.

An genau diesem Tag kippte auch das Duell der beiden. Vor dem Plateau de Solaison lag Seixas in der Gesamtwertung vor del Toro, danach war del Toro vom siebten auf den dritten Platz gesprungen, 5:58 Minuten hinter Pogačar, und Seixas folgte als Vierter mit 6:23. Im Zeitfahren am nächsten Renntag war Seixas der Schnellere, nahm del Toro aber nur ein paar Sekunden ab, statt 25 trennten die beiden danach 20. In Paris war del Toro Dritter mit 9:42 Minuten Rückstand, Seixas Vierter mit 11:56. Entschieden wurde dieses Duell auf einer Bergetappe; im Zeitfahren, in dem Seixas stärker war, ging es nur noch um Sekunden.

Giro de Italia 2026: Termin, Strecke und Starterfeld

Der Giro de Italia 2026 lief vom 8. bis 31. Mai. Er begann in Nessebar an der bulgarischen Schwarzmeerküste und endete mit der 21. Etappe in Rom, angekündigt hatte der Veranstalter RCS Sport 3.459 Kilometer mit 50.000 Höhenmetern. Das einzige Zeitfahren stand auf der zehnten Etappe, 42 Kilometer von Viareggio nach Massa. Sechs Etappen endeten am Berg: am Blockhaus (7. Etappe), in Corno alle Scale (9.), Pila (14.), Carì (16.), Piani di Pezzè (19.) und Piancavallo (20.). Verglichen mit der Tour hatte der Giro damit ein deutlich längeres Einzelzeitfahren, 42 statt 26,1 Kilometer, und eine Bergankunft weniger.

Am Start standen wie bei der Tour 184 Fahrer, vorn landeten aber ganz andere. Vingegaard kam mit den Gesamtsiegen bei Paris-Nizza und der Katalonien-Rundfahrt. Die ersten vier der Schlusswertung hießen Vingegaard, Gall, Hindley und Arensman, bei der Tour Pogačar, Evenepoel, del Toro und Seixas. Kein Name steht in beiden Listen; Vingegaard fuhr zwar auch die Tour, schied dort aber nach seinem Sturz aus. Tour und Giro schätzt du deshalb getrennt ein, jede Rundfahrt mit ihrem eigenen Starterfeld.

Auch bei den Zeitgutschriften unterschied sich der Giro: Neben 10, 6 und 4 Sekunden im Ziel gab es 6, 4 und 2 Sekunden am Red Bull KM unterwegs, während die Tour 2026 unterwegs keine Zeitgutschriften vergab.

Gesamtsieg beim Giro: Eulálio in Rosa, Vingegaard ab Pila

Rosa hatte schon drei Träger, bevor Vingegaard es anzog. Magnier trug es nach dem ersten Tag, Thomas Silva ab der zweiten Etappe. Auf der fünften machten Arrieta und Eulálio die Etappe im Sprint zu zweit unter sich aus, und Eulálio sprang damit von Platz 31 an die Spitze der Gesamtwertung, 2:51 Minuten vor Arrieta.

So weit ähnelte der Giro der Tour: Ein Ausreißer übernahm in der ersten Woche die Führung. Danach trennten sich die beiden Rennen. Træen verlor Gelb an der nächsten Bergankunft, Eulálio blieb in Rosa, obwohl Vingegaard die Bergankünfte am Blockhaus und in Corno alle Scale gewann. Auch nach dem Zeitfahren führte Eulálio noch, 27 Sekunden vor Vingegaard. Træen lag fast acht Minuten vor Pogačar und führte zwei Etappen lang, Eulálio lag 2:51 Minuten vor dem Zweiten und führte neun. Wie ein Ausreißer im Führungstrikot die erste schwere Bergetappe übersteht, sagt dir mehr als die Größe seines Vorsprungs.

Erst auf der 14. Etappe in Pila zog Vingegaard das Rosa Trikot an, mit dem Etappensieg dort und 2:26 Minuten vor Eulálio. Von den übrigen Bergankünften gewann er alle bis auf eine und siegte in Rom mit 5:22 Minuten vor Gall und 6:25 vor Hindley.

Wie spät eine Rundfahrt kippen kann, zeigt der Giro 2025. Vor der vorletzten Etappe führte del Toro 43 Sekunden vor Carapaz und 1:21 Minuten vor Simon Yates. Am Colle delle Finestre fand Yates seinen Teamkollegen Wout van Aert aus der Fluchtgruppe vor sich, fuhr mit ihm ins Rosa Trikot und lag danach 3:56 Minuten vor del Toro. Del Toros Vorsprung war nach 19 Etappen klein, und über die vorletzte Etappe hielt er nicht. 2026 stand die Gesamtwertung ab Pila fest, 2025 drehte sie sich an einem einzigen Tag vor dem Ende, und den Ausschlag gab ein Helfer, der vorn in der Flucht fuhr.

Etappensiege beim Giro: Sprinter, Fluchtgruppen und Bergankünfte

Etappe

Strecke und Finale

Sieger

1

Sprint in Burgas

Magnier

3

Sprint in Sofia

Magnier

4, 8, 11

flach nach Cosenza, hügelig nach Fermo und nach Chiavari

Narváez

7, 9, 14, 16, 20

Bergankünfte am Blockhaus, in Corno alle Scale, Pila, Carì und Piancavallo

Vingegaard

10

Einzelzeitfahren von Viareggio nach Massa, 42 km

Ganna

15

flache Etappe von Voghera nach Mailand, Flucht von vier Fahrern

Dversnes

18

Sprint in Pieve di Soligo nach dem Muro di Ca' del Poggio

Magnier

19

Bergankunft in Piani di Pezzè, Angriff aus der Fluchtgruppe

Kuss

21

Sprint in Rom

Milan

Paul Magnier gewann drei Etappen, die ersten beiden im Sprint in Burgas und Sofia. Den dritten Sieg holte er auf der 18. Etappe, die über Hügel und den Muro di Ca' del Poggio führte: Er kam darüber und gewann den Sprint in Pieve di Soligo. Die Schlussetappe in Rom ging an Jonathan Milan. Ebenfalls drei Etappen holte Narváez, zwei davon an hügeligen Tagen, nach Fermo und nach Chiavari, die dritte auf der flachen vierten Etappe nach Cosenza.

Mit einem Sprinter setzt du auf einer flachen Etappe darauf, dass die Teams der Sprinter die Fluchtgruppe rechtzeitig einholen. Auf der 15. Etappe, 157 flache Kilometer von Voghera nach Mailand, gelang das nicht. Fünf Kilometer vor dem Ziel lagen die Verfolger noch 25 Sekunden zurück und mussten ihre Anfahrer schon für die Jagd einsetzen, und Dversnes gewann aus einer Flucht von vier Fahrern. Für die Gesamtwertung wurden die Zeiten an diesem Tag genommen, als das Feld zum vorletzten Mal über die Ziellinie fuhr.

Das Zeitfahren über 42 Kilometer gewann Ganna in 45:53 Minuten. An den Bergankünften lief fast alles auf Vingegaard hinaus: Er gewann fünf der sechs, darunter den Blockhaus, einen Anstieg über 13,6 Kilometer mit im Mittel 8,4 Prozent Steigung. An diesen Tagen hing die Wette auf den Etappensieg am selben Fahrer wie die auf den Gesamtsieg.

Die Ausnahme war die 19. Etappe nach Piani di Pezzè, und auch sie ging an Vingegaards Team. Sepp Kuss, sein Helfer, war den ganzen Tag vorn, um Angriffe der Fahrer aus der Gesamtwertung abzufangen. Er hatte vom Team die Erlaubnis zur Flucht und ging etwa drei Kilometer vor dem Ziel an Ciccone vorbei. Wie 2025 bei Yates und van Aert saß ein Helfer vorn in der Flucht, nur bekam er diesmal die Freiheit, selbst zu gewinnen.

Trikots und Duelle beim Giro

Die Maglia Ciclamino, das Trikot der Punktewertung, ging zwischen Magnier und Narváez hin und her. Magnier führte nach seinem Sieg auf der ersten Etappe, Narváez trug sie nach der 17., und mit dem Sieg in Pieve di Soligo holte Magnier sie sich am nächsten Tag zurück und gewann die Wertung. Punkte gab es im Ziel nach der Kategorie der Etappe und an jedem Zwischensprint 12, 8, 5, 3 und 1 Punkt.

Für die Maglia Azzurra, das Bergtrikot, lagen 522 der 898 Bergpunkte auf vier Etappen, denen nach Pila, Carì, Piani di Pezzè und Piancavallo. Auf der 19. Etappe lag außerdem die Cima Coppi am Passo Giau, der höchste Punkt des Giro, und sie brachte dem Ersten 50 Punkte. Giulio Ciccone hatte vor dem Start erklärt, nicht auf die Gesamtwertung zu fahren. Auf der 19. Etappe gewann er die ersten drei Bergwertungen des Tages, die Cima Coppi eingeschlossen, und am Ende die Maglia Azzurra. Das Bergtrikot gewann also ein Fahrer, der für Rosa gar nicht angetreten war.

Die Maglia Bianca stand Fahrern offen, die ab dem 1. Januar 2001 geboren sind. Sie ging an Eulálio, den Ausreißer, der neun Etappen in Rosa gefahren war.

Das Duell Arensman gegen Gall lief in zwei Richtungen. Das Zeitfahren brachte Arensman drei Plätze nach vorn auf Rang drei, 27 Sekunden vor Gall als Viertem. Danach standen aber noch vier Bergankünfte an, und nach der in Carì auf der 16. Etappe war Gall Zweiter mit 4:03 Minuten Rückstand, Arensman Dritter mit 4:27. In Rom stand Gall als Zweiter 5:22 Minuten hinter Vingegaard, Arensman als Vierter 7:02. Wie bei del Toro und Seixas entschied sich das Duell am Berg und nicht im Zeitfahren. Hindley ging es umgekehrt wie Arensman: Im Zeitfahren verlor er zwei Plätze und war danach Sechster mit 3:06 Minuten Rückstand, in Rom stand er als Dritter auf dem Podium.

Radsport Wetten außerhalb von Tour und Giro: Vuelta, Klassiker und WM

Die Vuelta a España lief 2026 vom 22. August bis 13. September und war damit die letzte der drei großen Rundfahrten des Jahres. Pogačar kam nach seinem fünften Tour-Sieg und führte nach der siebten Etappe 3:50 Minuten vor Mas. Auf der achten, einer überwiegend flachen Etappe, stürzte er als Gesamtführender und gab auf. Eine Wette auf seinen Gesamtsieg war damit verloren, obwohl er nach einer Woche fast vier Minuten vorn gelegen hatte. Mas übernahm die Führung, eine Minute vor Roglič, und gewann die Vuelta mit 2:15 Minuten Vorsprung auf Roglič und 2:44 auf Gall. Gall stand damit nach dem zweiten Platz beim Giro in einer zweiten großen Rundfahrt des Jahres auf dem Podium.

Bei Radsport Wetten auf die Klassiker setzt du auf ein Eintagesrennen, und es gibt keinen zweiten Tag, an dem jemand Zeit aufholt. Wer in Frage kommt, hängt am Profil: Mailand-Sanremo ist mit rund 300 Kilometern der längste Klassiker, die Flandern-Rundfahrt verbindet Kopfsteinpflaster mit steilen Anstiegen, Paris-Roubaix führt über Abschnitte auf Pflaster, und bei Lüttich-Bastogne-Lüttich liegen neun der zehn gewerteten Anstiege auf dem Rückweg nach Lüttich. Pogačar gewann 2026 auf ganz verschiedenen dieser Profile: Strade Bianche am 7. März, Mailand-Sanremo über 298 Kilometer am 21. März, die Flandern-Rundfahrt am 5. April zum dritten Mal und Lüttich-Bastogne-Lüttich am 26. April. Paris-Roubaix am 12. April endete dagegen in einem Sprint zu zweit, und darin war van Aert deutlich schneller als Pogačar. Das Amstel Gold Race am 19. April gewann Evenepoel.

Die Straßen-Weltmeisterschaft 2026 war vom 20. bis 27. September in Montréal angesetzt. Bei einer WM fahren die Fahrer für ihr Land statt für ihr Team, und die Ergebnisliste führt Nationen statt Mannschaften. Teamkollegen aus dem Juli können sich dort als Gegner gegenüberstehen: Del Toro, den Pogačar auf der zweiten Etappe der Tour gewinnen ließ, trat für Mexiko an und wurde im Einzelzeitfahren der Männer am 20. September über 39,2 Kilometer Sechster. Gewonnen hat es Evenepoel für Belgien vor Ganna für Italien und Seixas für Frankreich. Das Straßenrennen der Männer 2025 hatte Pogačar vor Evenepoel gewonnen.

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Paul Stovak
Über den Autor
Paul Stovak

Ich beschäftige mich seit über zehn Jahren mit Sportwetten und Online‑Casinos. In dieser Zeit habe ich hunderte Anbieter selbst getestet und dadurch ein feines Gespür dafür entwickelt, wer seriös arbeitet und wer nicht. Auf Wettbuero.com findest du nur Wettanbieter und Casinos, die ich persönlich unter die Lupe genommen habe – von der Angebotsbreite über die Quoten bis hin zu Zahlungsabläufen. Meine Erfahrung hilft mir dabei, Stärken und Schwächen klar zu benennen und dir Tipps an die Hand zu geben, mit denen du Spaß am Wetten hast, ohne deine Verantwortung aus den Augen zu verlieren.

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