Sportwetten mit Ethereum: Limits, Gasgebühren & Anbieter

Paul Stovak
Paul StovakAutor
Aktualisiert: 24.03.2026
Ethereum Sportwetten

Alle 15 Sekunden entsteht ein neuer Block auf der Ethereum-Blockchain. In der Praxis bedeutet das: Eine Einzahlung per ETH beim Buchmacher landet deutlich schneller auf dem Wettkonto als bei Bitcoin – und erst recht schneller als eine klassische Banküberweisung. Für Spieler, die bei Live-Wetten oder kurzfristigen Wettmärkten schnell reagieren wollen, kann das den Unterschied ausmachen.

Gleichzeitig bringt Ethereum beim Wetten Eigenheiten mit, über die kaum jemand spricht. Gasgebühren, die kleine Einzahlungen unrentabel machen. Kursschwankungen, die einen Wettgewinn auf dem Papier in einen realen Verlust verwandeln können. Und die Frage, ob der Buchmacher das Konto in Euro oder direkt in ETH führt – was bei der Auszahlung einen spürbaren Unterschied macht.

Bevor wir tiefer einsteigen, eine kurze Klarstellung: Ethereum ist die Plattform, Ether (ETH) ist der Coin, der als Zahlungsmittel dient. Bei Sportwetten wird beides oft synonym verwendet – gemeint ist aber immer die Zahlung mit dem ETH-Token. 

Wie Sportwetten mit Ethereum in der Praxis ablaufen

Wer zum ersten Mal per ETH bei einem Buchmacher einzahlt, steht vor einem Ablauf, der sich grundlegend von Kreditkarte oder PayPal unterscheidet. Es gibt keine Eingabemaske für Kartennummern, keinen Login bei einem Zahlungsdienstleister und keine Zwischenschritte über Drittanbieter. Stattdessen läuft alles über die Blockchain – direkt zwischen deinem Wallet und der Empfängeradresse des Buchmachers. Das klingt einfacher als es manchmal ist, denn Fehler lassen sich hier nicht rückgängig machen.

Vom Wallet zum Wettkonto

Der Einzahlungsablauf ist bei allen Krypto-Buchmachern im Kern identisch. Du öffnest den Kassenbereich, wählst Ethereum als Einzahlungsmethode und bekommst eine Empfängeradresse angezeigt – entweder als Zeichenfolge oder als QR-Code. Diese Adresse kopierst du in dein Wallet, gibst den gewünschten Betrag ein und bestätigst die Transaktion.

Ab hier übernimmt die Blockchain. Je nach Netzwerkauslastung dauert die Bestätigung zwischen 30 Sekunden und einigen Minuten. Sobald die Transaktion auf der Blockchain bestätigt ist, rechnet der Buchmacher den ETH-Betrag zum aktuellen Kurs in Euro um und schreibt dir das Guthaben auf dem Wettkonto gut. Ab diesem Moment spielt der ETH-Kurs für dein Wettkonto keine Rolle mehr – dein Guthaben steht in Euro.

Auszahlung von Gewinnen auf das Wallet

Bei der Auszahlung läuft der Prozess umgekehrt. Du gehst in den Auszahlungsbereich, wählst Ethereum, gibst deine Wallet-Adresse ein und legst den Auszahlungsbetrag fest. Der Buchmacher rechnet den Euro-Betrag zum aktuellen Kurs in ETH um und sendet die Coins an deine Wallet-Adresse.

Zwischen Antrag und Blockchain-Transfer liegt allerdings die Bearbeitungszeit des Buchmachers. Diese kann je nach Anbieter bei wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen liegen. Ein Punkt, der bei Krypto-Auszahlungen gerne übersehen wird: Wenn du die Wallet-Adresse falsch eingibst oder versehentlich eine Adresse einer anderen Blockchain verwendest, ist das Geld unwiderruflich weg. Bei einer Banküberweisung lässt sich eine Fehlüberweisung oft zurückholen – bei der Blockchain nicht. Deshalb die Adresse vor dem Absenden immer doppelt prüfen, am besten per Copy-and-Paste statt manueller Eingabe.

ETH-Gasgebühren und ihr Einfluss auf kleine Einzahlungen

Jede Transaktion auf der Ethereum-Blockchain kostet eine Gebühr – den sogenannten Gas-Preis. Dieser Betrag geht nicht an den Buchmacher, sondern an die Miner bzw. Validatoren, die die Transaktion verarbeiten. Wie hoch die Gasgebühr ausfällt, hängt von der aktuellen Netzwerkauslastung ab. In ruhigen Zeiten liegt sie bei unter einem Euro, bei hoher Auslastung können es aber auch fünf, acht oder über zehn Euro sein.

Für den Wettalltag ergibt sich daraus ein simples Rechenbeispiel: Wer 20 Euro per ETH einzahlt und dafür 3 Euro Gasgebühren bezahlt, verliert 15 Prozent des Einzahlungsbetrags allein durch die Transaktionskosten. Wer dagegen 500 Euro einzahlt, zahlt die gleichen 3 Euro – das sind dann nur noch 0,6 Prozent. ETH-Einzahlungen lohnen sich also vor allem bei höheren Beträgen. Kleine Einzahlungen unter 50 Euro fressen die Gasgebühren prozentual auf und machen die Methode unattraktiv.

Ein nützlicher Praxistipp: Gasgebühren sind nicht konstant. Nachts (europäische Zeit) und am Wochenende fallen sie oft niedriger aus, weil weniger Transaktionen auf der Blockchain laufen. Wer nicht gerade dringend Guthaben für eine Live-Wette braucht, kann durch geschicktes Timing bei der Einzahlung ein paar Euro sparen. Seiten wie Etherscan zeigen die aktuellen Gas-Preise in Echtzeit an.

Noch ein Aspekt, den Einsteiger oft übersehen: Gasgebühren fallen bei jeder Transaktion an – nicht nur bei der Einzahlung, sondern auch bei der Rücküberweisung vom eigenen Wallet zur Börse, wenn du ETH zurück in Euro tauschen willst. Wer also den Kreislauf Börse → Wallet → Buchmacher → Wallet → Börse durchläuft, zahlt mehrfach Gasgebühren. Bei kleinen Beträgen summiert sich das schnell auf einen Betrag, der den Spaß am Wetten trübt.

Im Vergleich zu Bitcoin bestätigen ETH-Transaktionen deutlich schneller – Sekunden bis wenige Minuten statt 10 bis 30 Minuten bei BTC. Die Gasgebühren bei Ethereum können allerdings temporär höher ausfallen als die Netzwerkgebühren bei Bitcoin, besonders in Phasen mit starker Netzwerkaktivität. Wer also nicht auf Geschwindigkeit angewiesen ist, zahlt bei BTC manchmal günstiger.

Kursschwankungen bei Ethereum als Risikofaktor

Wer mit Ethereum wettet, geht ein doppeltes Risiko ein. Zum einen das normale Wettrisiko – die Frage, ob der Tipp aufgeht oder nicht. Zum anderen das Kursrisiko des ETH-Tokens. Und dieses zweite Risiko wird von vielen Spielern unterschätzt, weil es im Hintergrund läuft und erst bei der Auszahlung sichtbar wird.

Ein konkretes Szenario: Du kaufst ETH zum Kurs von 2.500 Euro pro Coin und zahlst 200 Euro beim Buchmacher ein. Dein Wettkonto zeigt 200 Euro. Du platzierst eine Wette, gewinnst und hast nun 350 Euro auf dem Konto. Soweit so gut. Bei der Auszahlung ist der ETH-Kurs allerdings auf 2.200 Euro gefallen. Der Buchmacher rechnet deine 350 Euro zum aktuellen Kurs in ETH um – du bekommst also mehr ETH als zuvor, aber wenn du diese ETH dann zurück in Euro tauschen willst, ist der Kurs gefallen. Bei Anbietern, die das Konto in Euro führen, betrifft dich das Kursrisiko allerdings nur auf dem Weg zum und vom Buchmacher – nicht während die Euro auf dem Wettkonto liegen.

Das umgekehrte Szenario funktioniert natürlich genauso: Steigt der ETH-Kurs zwischen Einzahlung und Auszahlung, profitierst du zusätzlich zum Wettgewinn vom Kursanstieg. Das ist ein angenehmer Nebeneffekt, auf den man sich aber nicht verlassen sollte.

Wer das Kursrisiko komplett umgehen will, hat bei einigen Buchmachern die Möglichkeit, mit Stablecoins wie Tether (USDT) einzuzahlen. Diese Coins sind an den US-Dollar gekoppelt und schwanken kaum. Supabet und 20Bet bieten USDT an, Betonic und Winmega ebenfalls. Der Nachteil: USDT läuft je nach Netzwerk auf verschiedenen Blockchains, und nicht jeder Buchmacher unterstützt jedes Netzwerk. Zudem ist der Euro-Dollar-Kurs selbst kleinen Schwankungen unterworfen, was bei USDT-Zahlungen einen minimalen Effekt haben kann.

Für den Wettalltag heißt das konkret: Wer ETH als reine Zahlungsmethode nutzen will, ohne sich mit Kursrisiken zu beschäftigen, sollte den Zeitraum zwischen ETH-Kauf und Einzahlung beim Buchmacher möglichst kurz halten. ETH kaufen, sofort einzahlen, in Euro umrechnen lassen – und bei der Auszahlung genauso: Euro in ETH umrechnen, sofort an die Börse senden, dort in Euro tauschen. Je kürzer der ETH-Besitz, desto geringer das Kursrisiko.

Das richtige Wallet für Sportwetten mit ETH

Bevor du überhaupt ETH beim Buchmacher einzahlen kannst, brauchst du ein Wallet. Drei Typen kommen für Sportwetten infrage, und jeder hat seine Berechtigung je nach Nutzungsverhalten.

Browser-Wallets wie MetaMask laufen als Erweiterung direkt im Browser. Du installierst das Plugin, erstellst ein Wallet und kannst sofort ETH senden und empfangen. Für Sportwetten am Rechner ist das die bequemste Lösung, weil du beim Einzahlen direkt zwischen Browser-Tab des Buchmachers und Wallet wechseln kannst. Mobile Wallets wie Trust Wallet funktionieren nach dem gleichen Prinzip, nur eben auf dem Smartphone. Wer viel unterwegs wettet, ist damit gut bedient. Hardware-Wallets wie Ledger oder Trezor bieten die höchste Sicherheit, weil der Private Key nie das physische Gerät verlässt. Für den reinen Wettalltag – also regelmäßiges Hin- und Hertransferieren kleinerer Beträge – sind sie aber umständlicher. Ein Hardware-Wallet lohnt sich eher für größere ETH-Bestände, die nicht ständig bewegt werden.

Ein Punkt, der in der Praxis oft für Ärger sorgt: Nutze nicht das interne Wallet deiner Kryptobörse (Coinbase, Binance, Kraken) für direkte Einzahlungen beim Buchmacher. Manche Börsen blockieren Transfers an Adressen, die sie als Glücksspielanbieter identifizieren. Der Umweg über ein eigenes Wallet – also Börse → eigenes Wallet → Buchmacher – vermeidet dieses Problem.

Zur Sicherheit: Bewahre die Seed-Phrase (die 12 oder 24 Wörter, mit denen du dein Wallet wiederherstellen kannst) niemals digital auf. Kein Screenshot, kein Textdokument auf dem Rechner, keine Notiz in der Cloud. Schreib sie auf Papier und verwahre sie sicher – idealerweise an einem Ort, den nur du kennst. Aktiviere zudem die 2-Faktor-Authentifizierung und prüfe die Wallet-Adresse vor jedem Senden doppelt. ETH-Adressen beginnen immer mit „0x" gefolgt von 40 hexadezimalen Zeichen. Wenn die Adresse des Buchmachers anders aussieht, stimmt etwas nicht. Klingt nach Aufwand, schützt aber vor teuren Fehlern.

Wettanbieter mit Ethereum im Test

Alle vier Buchmacher die wir dir hier vorstellen akzeptieren Ethereum als Zahlungsmethode, doch bei Limits, Gebühren und Bearbeitungszeiten zeigen sich klare Unterschiede. Das Wettkonto wird bei allen vier Anbietern in Euro geführt. Wenn du ETH einzahlst, rechnet der Buchmacher den Betrag automatisch zum aktuellen Kurs um. Dein Guthaben siehst du in Euro, wettest in Euro und lässt dir Gewinne in Euro gutschreiben. Erst bei der Auszahlung per Krypto kommt der ETH-Kurs wieder ins Spiel.

ETH ist bei jedem der vier Anbieter eine von vielen Krypto-Optionen: Winmega listet 17 Kryptowährungen, Supabet 21, 20Bet 28 und Betonic 17. Wer also neben Ethereum auch andere Coins nutzen möchte, hat überall eine gute Auswahl. 20Bet sticht mit 28 Optionen heraus – hier sind neben den bekannten Coins wie Bitcoin und Litecoin auch Polkadot, Solana und Chainlink verfügbar. Bei Supabet findest du unter anderem Cardano und Dogecoin, bei Betonic neben ETH unter anderem Bitcoin, USDT, Litecoin, Chainlink und Stellar Lumens.

Ethereum Limits bei Winmega, Supabet, 20Bet und Betonic

Die konkreten Ein- und Auszahlungslimits unterscheiden sich deutlich zwischen den vier Anbietern. Für Freizeitspieler reichen die Limits bei allen vier Buchmachern problemlos aus, für Spieler mit höheren Umsätzen lohnt sich ein genauer Blick.

Anbieter

Min. Einzahlung

Max. Einzahlung

Min. Auszahlung

Max. Auszahlung

Auszahlungsdauer

Winmega

25 €

5.000 €

10 €

5.000 €/Woche

24–48 Std.

Supabet

10 €

5.000 €

10 €

500–1.500 €/Tag (VIP-abhängig)

0–24 Std.

20Bet

10 €

5.000 €

20 €

4.000 €/Tag, 40.000 €/Monat

sofort–24 Std.

Betonic

20 €

10.000 €

20 €

10.000 € (5.000 €/Woche, 20.000 €/Monat)

2–24 Std.

Bei der Einzahlung liegen 20Bet und Supabet mit einer Mindesteinzahlung von 10 Euro am niedrigsten. Betonic setzt das höchste maximale Einzahlungslimit an – bis zu 10.000 Euro pro Transaktion, während die anderen drei bei 5.000 Euro deckeln.

Auf der Auszahlungsseite bietet 20Bet die großzügigsten Limits: Bis zu 4.000 Euro pro Tag und 40.000 Euro im Monat. Das ist für die allermeisten Spieler mehr als ausreichend. Betlabel erlaubt zwar bis zu 10.000 Euro pro Einzelauszahlung, begrenzt aber auf 5.000 Euro pro Woche und 20.000 Euro im Monat. Bei Supabet hängt das tägliche Auszahlungslimit vom VIP-Level ab – auf Level 1 sind es nur 500 Euro pro Tag, auf Level 5 immerhin 1.500 Euro.

Beim Thema Gebühren verdienen Winmega und Betonic besondere Aufmerksamkeit. Bei Winmega ist die erste Auszahlung im 30-Tage-Zeitraum gebührenfrei, ab der zweiten Auszahlung fallen 8 Prozent Gebühren an. Wer also häufig kleine Beträge auszahlen möchte, sollte das einkalkulieren. Bei Betonic gelten die 8 Prozent Gebühren nur bei nicht erfüllter Umsatzanforderung – wer den Rollover erledigt hat, zahlt nichts. Supabet und 20Bet erheben bei Krypto-Auszahlungen generell keine Gebühren.

Für die Auszahlungsgeschwindigkeit ist Betonic mit 2 bis 24 Stunden und 20Bet mit sofort bis 24 Stunden am schnellsten. Winmega braucht mit 24 bis 48 Stunden am längsten.

Vorteile von Ethereum bei Sportwetten

Die Geschwindigkeit ist der offensichtlichste Vorteil. ETH-Transaktionen brauchen in der Regel 1 bis 5 Minuten für die Bestätigung auf der Blockchain, bei manchen Anbietern ist das Guthaben sofort nach der Bestätigung verfügbar. Zum Vergleich: Eine Banküberweisung dauert 1 bis 3 Werktage, und selbst Kreditkarten haben teils Pending-Zeiten von mehreren Stunden. Wer schnell Guthaben braucht – etwa für eine attraktive Live-Wette – ist mit ETH klar im Vorteil.

Ein weiterer Pluspunkt: Für eine ETH-Einzahlung braucht es keine Bankdaten, keine Kreditkartennummer und keinen Namen. Die Transaktion läuft ausschließlich über die Wallet-Adresse. Für Spieler, die nicht möchten, dass ihre Wettaktivitäten auf dem Kontoauszug sichtbar sind, ist das ein echter Gewinn. Auch blockierte Zahlungen durch die Hausbank – ein Problem, das bei Überweisungen an internationale Wettanbieter vorkommt – fallen bei ETH weg.

Viele Buchmacher setzen bei Krypto-Zahlungen höhere Einzahlungslimits an als bei klassischen Methoden. Betonic erlaubt per ETH bis zu 10.000 Euro, während Kreditkartenlimits bei manchen Anbietern deutlich niedriger liegen. Wer größere Beträge bewegen will, kommt per Krypto leichter ans Ziel.

Keiner der vier genannten Anbieter erhebt eigene Gebühren für ETH-Einzahlungen. Die einzigen Kosten sind die Blockchain-Gasgebühren, auf die der Buchmacher keinen Einfluss hat. Im Vergleich zu Kreditkarten, bei denen manche Anbieter Zuschläge berechnen, ist das ein Vorteil.

Und schließlich: Keine Abhängigkeit von Drittanbietern. Keine blockierte Transaktion durch PayPal, keine abgelehnte Zahlung durch die Bank, kein Anruf beim Kundenservice wegen einer gesperrten Kreditkartentransaktion. Die ETH-Überweisung geht direkt vom Wallet zum Buchmacher – Peer-to-Peer, ohne Zwischenstation. Gerade bei Ausländischen Anbietern kommt es vor, dass Banken Überweisungen an diese Anbieter ablehnen oder verzögern. Per Ethereum ist das kein Thema – die Blockchain fragt nicht nach dem Zweck der Transaktion.

Nachteile und Risiken von ETH Sportwetten

Der größte Nachteil ist die Kursvolatilität. ETH hat in der Vergangenheit innerhalb eines Tages zweistellige Prozentschwankungen erlebt. Wer 500 Euro in ETH einzahlt und am nächsten Tag auszahlen möchte, kann real weniger zurückbekommen – selbst bei einer gewonnenen Wette. Da alle vier Anbieter das Konto in Euro führen, betrifft dich das Kursrisiko zwar nicht direkt auf dem Wettkonto, aber auf dem Weg zwischen Wallet und Buchmacher. Wer ETH auf dem eigenen Wallet hält und auf den richtigen Zeitpunkt zum Einzahlen wartet, trägt dieses Risiko permanent.

Für Einsteiger ist die Lernkurve spürbar. Wallet einrichten, ETH an einer Börse kaufen, verstehen was ein Private Key ist, Gasgebühren einkalkulieren, Wallet-Adressen korrekt kopieren – das ist für Spieler, die bisher per Kreditkarte oder PayPal eingezahlt haben, ein deutlicher Mehraufwand. Fehler passieren hier nicht selten, und manche davon sind kostspielig. Wer sich verklickt und ETH an eine falsche Adresse schickt, kann nichts mehr daran ändern. Und wer seine Seed-Phrase verliert, hat dauerhaft keinen Zugriff mehr auf sein Wallet – samt aller darin befindlichen Coins.

Die fehlende Rückbuchung ist ein echtes Risiko. Bei einer falschen Wallet-Adresse oder einem Tippfehler ist das Geld weg. Banken können Fehlüberweisungen zurückholen, die Blockchain bietet diese Möglichkeit nicht. Das gilt sowohl für Einzahlungen beim Buchmacher als auch für Auszahlungen auf das eigene Wallet.

Die Gasgebühren sind schlecht planbar. Wer Pech hat, zahlt für eine 50-Euro-Einzahlung acht Euro Gebühren – das entspricht 16 Prozent des Einzahlungsbetrags und frisst einen signifikanten Teil des Wetteinsatzes. Wenige Stunden später kann die gleiche Transaktion nur 50 Cent kosten. Diese Unberechenbarkeit macht es schwer, die tatsächlichen Kosten einer ETH-Einzahlung im Voraus zu kalkulieren.

Ethereum vs. Bitcoin bei Sportwetten

Ethereum und Bitcoin sind die beiden bekanntesten Kryptowährungen bei Sportwetten. Für den reinen Zahlungsverkehr unterscheiden sie sich in einigen Punkten, die im Wettalltag spürbar sind.

Kriterium

Ethereum (ETH)

Bitcoin (BTC)

Transaktionsgeschwindigkeit

1–5 Minuten

10–30 Minuten

Durchschnittliche Gebühren

0,50–5 USD

1–5 USD

Verbreitung bei Buchmachern

Sehr weit, leicht seltener als BTC

Am weitesten verbreitet

Kursvolatilität

Hoch, tendenziell etwas volatiler

Hoch

Smart-Contract-Fähigkeit

Ja

Nein

Blockzeit

ca. 15 Sekunden

ca. 10 Minuten

Für den reinen Zahlungsverkehr beim Wetten hat ETH den klaren Geschwindigkeitsvorteil. Wer regelmäßig zwischen Wallet und Buchmacher hin und her transferiert, profitiert bei Ethereum von deutlich kürzeren Wartezeiten. Bitcoin wird von etwas mehr Buchmachern akzeptiert, der Unterschied ist aber gering – alle vier hier vorgestellten Anbieter akzeptieren beide Coins.

Bei den Gebühren gibt sich beides nicht viel. ETH-Gasgebühren können in Spitzenzeiten höher ausfallen als BTC-Netzwerkgebühren, in ruhigen Phasen liegen sie oft niedriger. Wer auf Kostenoptimierung achtet, prüft vor jeder Transaktion die aktuelle Gebührenlage – bei ETH über Etherscan, bei BTC über Mempool.

Die Smart-Contract-Fähigkeit von Ethereum spielt bei herkömmlichen Sportwetten keine Rolle. Sie wird erst bei dezentralen Wettplattformen relevant, die auf der Ethereum-Blockchain aufgebaut sind – das ist aber ein anderes Thema und für den klassischen Wettalltag nicht von Bedeutung.

Unterm Strich ist die Wahl zwischen ETH und BTC bei Sportwetten keine Grundsatzentscheidung. Wer Geschwindigkeit priorisiert, ist mit ETH besser bedient. Wer die breiteste Akzeptanz sucht, greift zu BTC. Und wer beides hat, wählt je nach Situation die günstigere Variante – ein Blick auf die aktuellen Netzwerkgebühren vor der Transaktion genügt.

FAQ – Häufige Fragen zu Sportwetten mit Ethereum

Wie lange dauert eine Ethereum-Einzahlung beim Wettanbieter?

Die Blockchain-Bestätigung dauert in der Regel 1 bis 5 Minuten. Bei den meisten Anbietern wird das Guthaben sofort danach gutgeschrieben. Bei Winmega kann es bis zu 10 Minuten dauern, 20Bet und Betonic schreiben oft sofort gut. In seltenen Fällen bei Netzwerküberlastung kann die gesamte Prozedur bis zu 30 Minuten dauern.

Muss ich Ethereum besitzen, um mit ETH zu wetten?

Im Prinzip ja – du brauchst ETH auf einem Wallet, um beim Buchmacher einzahlen zu können. Allerdings bieten manche Buchmacher über integrierte Dienste wie MoonPay die Möglichkeit, ETH direkt im Kassenbereich per Kreditkarte zu kaufen – ohne eigenes Wallet und ohne externen Börsenkauf. Die Gebühren liegen bei diesen Direktkauf-Diensten allerdings bei 3 bis 5 Prozent und damit deutlich höher als beim Kauf über eine reguläre Kryptobörse.

Was passiert mit meinen Gewinnen, wenn der Ethereum-Kurs fällt?

Bei allen vier vorgestellten Anbietern wird das Konto in Euro geführt. Der ETH-Betrag wird bei der Einzahlung sofort in Euro umgerechnet. Dein Guthaben und deine Gewinne sind in Euro – der ETH-Kurs spielt erst bei der Auszahlung wieder eine Rolle. Fällt der Kurs bis zur Auszahlung, bekommst du für den gleichen Euro-Betrag mehr ETH auf dein Wallet. Steigt er, bekommst du weniger. Das Kursrisiko betrifft also nur die Strecke zwischen Buchmacher und Wallet.

Welcher der vier Anbieter hat die höchsten ETH-Limits?

Bei den Einzahlungslimits liegt Betonic vorne: Bis zu 10.000 Euro pro Transaktion, während die anderen drei bei 5.000 Euro deckeln. Bei den Auszahlungslimits bietet 20Bet das höchste monatliche Limit mit 40.000 Euro und das höchste Tageslimit mit 4.000 Euro. Für die meisten Spieler sind die Limits bei allen vier Anbietern mehr als ausreichend.