Wie verdient ein Sportwetten-Anbieter sein Geld?

Immer mehr Menschen interessieren sich für das Thema Sportwetten, jedoch die beschäftigen sich die wenigsten mit dem Hintergrund der Theorie oder der Mathematik. Auf diese Weise wird auch heute noch der Mythos aufrechterhalten, dass die Buchmacher im Internet ihre Gewinne durch falsche Tipps der Spieler erzielen. Oberflächlich mag das wohl der Wahrheit entsprechen, schaut man jedoch genauer hin, kann man sehr schnell erkennen, dass der Online Sportwetten-Anbieter sein Geld auf eine andere Art und Weise verdient. Um nun dauerhaft erfolgreiche Wetten im Internet platzieren zu können, ist es nicht zwingend notwendig, die Theorie der Sportwetten-Anbieter zu durchschauen, aber es schadet auch nicht. Vieles wird durch das richtige Hintergrundwissen klarer, ganz besonders die Tatsache, dass hinter den Sportwetten sehr viel mehr Mathematik, Statistik und Analyse steckt, als man zunächst denken mag.

Sportwetten-Anbieter: Die Wettquoten

Wie verdient ein Sportwetten-Anbieter sein Geld Sportwetten-Anbieter Quoten: Wer schon einmal Roulette oder ein anderes Casino-Spiel ausprobiert hat, hat sicherlich auch schon einige Erfahrungen beim Ausrechnen der eigenen Gewinnerwartung, also der Quote, sammeln können. Beim Beispiel Roulette hat man 36 Zahlen plus der Null oder der Doppel-Null in der amerikanischen Variante zur Verfügung und hat somit eine Chance von 37:1 bzw. 38 :1, um einen Gewinn zu erzielen. Hier also liegt die Chance bzw. die Quote, die hier beispielsweise 8 beträgt, bei 1:37 oder in etwa 2,7 Prozent. Ebenso werden die Quoten beim Poker oder beim BlackJack errechnet. Bei den Sportwetten läuft es nicht anders. Der online Buchmacher ermittelt eine Quote, also die Höhe der Chance für den Sieg einer Mannschaft. Hier lässt sie sich nur nicht ganz so einfach bestimmen, denn hier gibt es eine ganze Menge Faktoren, die zunächst ausgewertet und analysiert werden müssen. Nur wem das gelingt, was tatsächlich einfacher ist, als es den Anschein hat, kann am Ende die perfekte Quote vorweisen.

Diese Quote sagt dann beispielsweise über den 1. FC Bayern München aus, dass der Verein in vier von fünf Fällen seine Partien gewinnen wird. Allerdings kann eben dieses Spiel ausschließlich in der Theorie unter den gleichen Bedingungen beliebig oft wiederholt werden. Tatsächlich jedoch gibt es eben nur diese eine Partie, die dann von dem Verein gewonnen oder verloren wird. Bleibt man nun beim Beispiel 1. FC Bayern München, würde die perfekte Quote für diese Begegnung bei einem Bayern-Sieg bei 1,25 und bei einem Sieg des Gegners bei 4 liegen. Setzt man in diesem Beispiel also 100 Euro auf Bayern, wird man viermal 25 Euro gewinnen und einmal 100 Euro verlieren, bei gleichem Einsatz auf den Gegner wird man hingegen viermal 100 Euro gewinnen, aber auch einmal 400 Euro verlieren.

Die Quote richtig anpassen

Würden die Buchmacher oder auch Sportwetten-Anbieter nun die im obigen Beispiel verwendete Quote tatsächlich realisieren, würden auf lange Sicht weder sie selbst noch die Wettfreunde etwas verdienen. Aus diesem Grund wird ein Teil der Quote abgeschnitten. Nun gibt es also für einen Sieg der Bayer die Quote 1,2 und bei einer Niederlage des Vereins eine Quote von 3,8. In einigen Fällen wird von den Buchmachern auch von einer Seite etwas weggenommen und auf der anderen Seite wieder hinzugefügt. Das ist aber für eine Erklärung der Buchmacher-Theorie unerheblich.

Der weggenommene Anteil ist letztlich der Verdienst der Buchmacher. Wer sich jedoch seine eigene perfekte Quote ermittelt, wird auf lange Sicht bei den Sportwetten gute Gewinne erzielen können. Jedoch gibt es in der Praxis keine perfekte Quote, hier ist es wichtig, dass die aktuelle Situation richtig eingeschätzt werden kann. Je mehr Wissen man sich über das jeweilige sportliche Ereignis aneignet, desto höher liegt auch die Wahrscheinlichkeit, dass man hier mit einer guten Quote gutes Geld verdienen kann.

Welcher Anbieter ist der Richtige?

Wer sich nun für Sportwetten interessiert und vielleicht selbst auch einmal eine Wette platzieren möchte, wird auf der Suche nach einem passenden Anbieter schnell feststellen, dass es hier eine sehr große Auswahl gibt. Wettinteressierte sollten sich hier zunächst die beste Quote heraussuchen, bevor sie eine Wette platzieren. Aber wie verhält man sich am besten, ist es wirklich sinnvoll, bei mehreren Anbietern einen Account zu unterhalten? Diese Frage ist im Grunde genommen nicht schwer zu beantworten. Es sollten immer bei so vielen Anbietern Wetten platziert werden, wie es von dem eigenen Guthaben erlaubt wird. Hier geht es nun darum, möglichst viel Geld bei den verschiedenen Buchmachern einzuzahlen, denn je höher der Wetteinsatz, desto höher wird auch der Gewinn und damit das Guthaben letztlich ausfallen.

Bei jedem Anbieter ein eigenes Guthaben anlegen

Das Problem beim Verteilen des Guthabens, auch Bankroll genannt, auf die verschiedenen Anbieter liegt darin, dass zunächst eine passende Sportwette gefunden werden muss. Erst danach sucht man sich einen passenden Anbieter im Internet aus, der auch eine geeignete Quote vorweisen kann, dann wird der Einsatz getätigt. Hierbei sollten dann maximal 1000 Euro gesetzt werden. Allerdings wird man nicht jedes Mal eine so hohe Summe setzen, denn wenn man bei jeder Wette sein gesamtes zur Verfügung stehendes Guthaben setzt, wird man letztendlich alles verlieren.

Das richtige Maß

Das richtige Maß für den Wetteinsatz zu finden, hängt natürlich immer von dem zur Verfügung stehenden Guthaben ab. Möchte man von den Sportwetten leben, hängt das richtige Maß selbstverständlich auch immer davon ab, wie viel Geld im Einzelfall benötigt wird, um gut davon leben zu können. Es sollte immer abgewägt werden, welche Summen auf die jeweiligen Anbieter verteilt werden und davon abhängig gemacht werden, mit welchen Gewinnen man selbst zufrieden ist, was natürlich stark von der jeweiligen Lebenssituation abhängt. In der Regel wird die sogenannte Bankroll, also das Guthaben auf 3 bis 4 verschiedene Anbieter verteilt. Anfangs werden die Summen nicht so hoch sein, aber im Laufe der Zeit wird das Guthaben wachsen und dann kann auch der Einsatz erhöht werden.

Für dauerhaft erfolgreiche Wetten im Bereich der Sportwetten sollten sich Wettfreunde beim Sportwetten-Anbieter ein Einsatzlimit setzen. Hierbei ist es gleichgültig, ob dies monatlich, wöchentlich oder gar täglich neu berechnet wird. Wichtig ist letztendlich, dass man sich an das selbst gesetzte Limit hält und diszipliniert aufhört, wenn es einmal nicht so gut mit den Wetten läuft. Auch eine Zielsetzung in Bezug auf den Gewinn ist eine gute Hilfe, um nicht am Ende alles verspielt zu haben und mit Nichts dazustehen.

 

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